Bad Münstereifel verfügt jetzt über Frühwarnsystem gegen Hochwasser

13 moderne Messstellen an kleinen Gewässern und an der Erft

Die Stadt Bad Münstereifel hat ein eigenes flächendeckendes Hochwasserfrühwarnsystem installiert. Mit 13 modernen Messstellen an kleinen Gewässern sowie an der Erft sei Bad Münstereifel einer der Vorreiter in Sachen kommunaler Warnsysteme und die erste Kommune im Einzugsgebiet der Erft mit einem solchen Frühwarnsystem, teilte die Stadt Mitte Mai mit. Bislang gebe es im Stadtgebiet lediglich drei Pegel an der Erft sowie einen Pegel am Eschweiler Bach, die zu gleichen Teilen vom Erftverband und vom Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK) betrieben würden. Doch die Hochwasserkatastrophe vom Juli 2021 habe deutlich gezeigt, wie auch kleine Wasserläufe zu enormen Schäden beitragen können.

Die Sensoren des neuen Systems – batteriebetrieben, überflutungssicher und mit GPS-Tracking sowie Diebstahlsicherung ausgestattet – messen den Angaben zufolge jede Minute Wasserstand und Temperatur. Die Daten fließen in eine durch Künstliche Intelligenz (KI) gestützte Softwareplattform ein, die mit Niederschlagsmengen, Radarbildinformationen des Deutschen Wetterdienstes, Wetterprognosen sowie historischen Messwerten kombiniert wird. Die Aktualisierung der Daten auf der Softwareplattform „Okeanos.VIVID“ der Okeanos Smart Data Solutions GmbH, auf die die Mitarbeiter der Stadtwerke Zugriff hätten, erfolge üblicherweise alle fünf Stunden.

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