Baden-Württemberg: 36 Gewässerverunreinigungen durch wassergefährdende Stoffe

In Baden-Württemberg haben sich im vergangenen Jahr beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen oder bei deren Beförderung 211 Unfälle ereignet. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, kam es bei 36 dieser Unfälle zur Verunreinigung eines Oberflächengewässers, die bei zwei Unfällen ein Fischsterben auslöste. Bei fünf Unfällen sei das Grundwasser verunreinigt worden.

Die Wasserbehörden des Landes hätten zudem rund 150 Verunreinigungen des Erdreichs und 40 Verunreinigungen der öffentlichen Kanalisation gemeldet, hieß es weiter. Bei neun von zehn aller Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen seien Mineralölprodukte freigesetzt worden, daneben Stoffe landwirtschaftlicher Herkunft wie zum Beispiel Gülle sowie weitere wassergefährdende Stoffe. 2021 handelte es sich bei drei Vierteln aller Unfälle um Unfälle mit deutlich wassergefährdenden Stoffen.

Bei der Beförderung wassergefährdender Stoffe lag der Unfallschwerpunkt mit 139 von 142 gemeldeten Unfällen im Straßenverkehr, berichtete das Statistische Landesamt weiter. Davon sei nur ein Teil der Unfälle – rund 50 Unfälle – auf die eigentliche Beförderung wassergefährdender Stoffe in zum Beispiel Tankfahrzeugen zurückzuführen. Bei der Mehrzahl der Wassergefährdungen – rund 90 Unfälle – sei ausschließlich ein Betriebsmitteltank des Fahrzeugs beschädigt worden, so dass Betriebsmittel wie Kraftstoffe oder Hydrauliköle in die Umwelt austraten....

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