In Baden-Württemberg legen die Akteure der Klärschlammentsorgung ihren Fokus derzeit auf den Ausbau von Klärschlammverbrennungsanlagen, um die Anforderungen der 2017 novellierten Klärschlammverordnung (AbfKlärV) künftig zu erfüllen. Viele Kläranlagenbetreiber bevorzugen weiterhin die thermische Klärschlammverwertung in Form einer Dienstleistung, auch wenn es Projekte zum Ausbau kommunaler Klärschlammverbrennungsanlagen in Eigenregie gibt. Das geht aus Zwischenergebnissen eines Forschungsprojekts zur empirischen Erhebung der Perspektiven der Klärschlammbehandlung und Phosphorrückgewinnung aus verfügbaren Klärschlammdaten in Baden-Württemberg hervor.
An dem Projekt sind das baden-württembergische Umweltministerium, der Landesverband Baden-Württemberg der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA), das Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft (ISWA) der Universität Stuttgart, die Hochschule Biberach und die IAT Ingenieurberatung Stuttgart beteiligt. Sie konzentrieren sich in ihrer Untersuchung auf die Auswertung der Berichte der Klärschlammerzeuger, die gemäß Artikel 4 Paragraf 3a der AbfKlärV im Jahr 2023 zu erstellen waren, und auf die Beantwortung von Forschungsfragen, die darauf aufbauen. Ihre Endergebnisse will die Forschungsgemeinschaft auf dem diesjährigen P-Rück-Kongress im November in Bad Cannstatt präsentieren.
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