Bayern fördert zwei neue Hochwasserschutz-Projekte in Schwaben

Im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben werden zwei neue Hochwasserschutz-Projekte auf den Weg gebracht. Das Hochwasserrückhaltebecken Siefenwang geht in Bau und für eine Maßnahme am Kulturgraben im Aichacher Ortsteil Griesbeckerzell werden Fördergelder zugesagt. Beim Startschuss für die Projekte erklärte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler)  vor Ort: „Unser Ziel ist klar: Weniger Bürokratie, mehr Bagger. Deshalb wollen wir neben der finanziellen Situation auch die Rechtslage beim Hochwasserschutz verbessern. Dazu soll der Hochwasserschutz als besonderes öffentliches Interesse eingestuft werden."

Das Gesamtvorhaben zum Hochwasserschutz in Aichach-Griesbeckerzell umfasst insgesamt vier Bauabschnitte, darunter den Bau von zwei Hochwasserrückhaltebecken und zwei Bauabschnitte zum Ausbau des Kulturgrabens, geht aus einer Mitteilung des Umweltministeriums hervor. Ziel sei der Schutz vor einem hundertjährlichen Hochwasser plus 15 Prozent Klimazuschlag. Die geschätzten Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 7,3 Mio. Euro. Der Freistaat fördert den ersten Bauabschnitt mit rund 1,3 Mio. Euro.

Das Hochwasserrückhaltebecken Siefenwang verfügt über rund 1,2 Mio. m³ Stauraum und soll damit deutlich mehr Sicherheit für die Unterlieger bringen. An den insgesamt rund 9,5 Mio. Euro Kosten für die Herstellung beteiligen sich die Marktgemeinden Dinkelscherben und Zusmarshausen zusammen mit mehr als einem Drittel. Freistaat und EU stellen die weiteren Mittel bereit. Das Hochwasserrückhaltebecken soll in knapp zwei Jahren fertiggestellt sein.

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