Bayern: Startschuss für Pumpspeicherkraftwerk Riedl

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Das größte Pumpspeicherkraftwerk in Bayern soll im Landkreis Passau entstehen. Der Energiespeicher Riedl in der Gemeinde Untergriesbach soll nach Angaben der Staatskanzlei eine Leistung von 300 Megawatt und ein Speichervermögen von 3,5 Gigawattstunden pro Leistungszyklus erbringen. Damit erreicht die Anlage nahezu die Leistung der sieben bestehenden Pumpspeicherkraftwerke im Freistaat, die auf insgesamt rund 400 Megawatt kommen.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) überreichte nun offiziell den vom Landratsamt Passau erlassenen Planfeststellungsbeschluss und gab somit den Startschuss zu dem Projekt. Mit dem Pumpspeicherkraftwerk Riedl baue Bayern die erneuerbaren Energien kräftig aus und verbessere die Netzstabilität, sagte Söder. Seit seinem Amtsantritt 2018 habe sich die Leistung von erneuerbaren Energien im Freistaat um hundert Prozent erhöht, so Söder. „Dabei setzen wir breit auf alle Technologien - neben Photovoltaik, Geothermie und Wind eben auch auf Wasserkraft.“

Der Energiespeicher Riedl wird von der zur Verbund AG gehörenden Donaukraftwerk Jochenstein AG geplant. Das Investitionsvolumen beträgt den Angaben nach mehr als 400 Millionen Euro. Die Inbetriebnahme sei für 2031/2032 geplant. Vorteil des Energiespeichers Riedl ist nach Angaben der Staatskanzlei die enorme Kapazität und Flexibilität bei der Grund- und Spitzenlast. Dadurch könnten zeitliche Schwankungen von Angebot und Nachfrage im Strommarkt - wie sie etwa bei der Nutzung von Windkraft und Photovoltaik entstehen - ausgeglichen werden.

Das bisher größte Pumpspeicherkraftwerk Bayerns befindet sich in Langenprozelten in Unterfranken und hat eine Turbinenleistung von 164 Megawatt, dahinter folgen die beiden Pumpspeicherkraftwerke an der Leitzach in Oberbayern mit jeweils rund 49 Megawatt. (dpa)

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