Bayern: Zwei Projekte zu Hochwasserschutz und Renaturierung an der Altmühl fertiggestellt

In Mittelfranken sind zwei Projekte an der Altmühl fertiggestellt worden: die Hochwasserschutzmaßnahme in Stegbruck und die Renaturierung der Altmühlaue in Gunzenhausen. Das teilte das Umweltministerium Bayern Ende Juni mit. Der Hochwasserschutz Stegbruck ist dem Ministerium zufolge nach zwei Jahren Bauzeit mit Gesamtkosten von knapp 3,8 Millionen Euro abgeschlossen worden.

Zwischen der Altmühl und der Bebauung seien zwei Hochwasserschutzdeiche und eine Hochwasserschutzmauer errichtet worden. Zur sicheren Ableitung von Niederschlags- und Sickerwasser entstand neben der Altmühlbrücke ein Schöpfwerk mit einer Pumpleistung von 900 Litern pro Sekunde. Zudem sei im Zuge der Hochwasserschutzmaßnahme die Gefährdungslage in Folge von Starkregenereignissen im Hinterland Stegbrucks durch umfangreiche Graben- und Kanalbauarbeiten reduziert. worden. Der neue Hochwasserschutzdeich habe eine Gesamtlänge von rund 440 Metern, die Hochwasserschutzmauer sei 66 Meter lang. Durch das Vorhaben werde eine innerörtliche Fläche von ca. 35.000 Quadratmetern vor Hochwasser geschützt.

Die Umgestaltung der Mittleren Altmühl sei Teil eines Gesamtkonzepts, bei der die Mittlere Altmühl von Gunzenhausen bis Treuchtlingen durchgängig ökologisch umgestaltet werden soll. Die Kosten für die Umgestaltung der Altmühlaue liegen laut Ministerium bei rund 1,9 Millionen Euro. In den letzten Jahren seien bereits 23 Kilometer der Altmühl von Treuchtlingen bis Gunzenhausen erfolgreich renaturiert worden. Weitere 23 Kilometer folgten an der Oberen Altmühl. Im Rahmen eines Bürgerdialogs für die Planung des Hochwasserschutzes der Stadt Gunzenhausen im Jahr 2015 sei auch der Wunsch geäußert worden, die Altmühl im Bereich des Hochwasserschutzes neu zu gestalten. Die ökologische Umgestaltung der Altmühl sei als eigenständiges Projekt des Freistaats Bayern umgesetzt worden.

Der neue Gewässerverlauf sei mit abwechslungsreichen Sohlbreiten und Böschungsneigungen naturnah gestaltet worden. Durch Aufweitungen, Einschnürungen und Einbau von Totholz wurden den Angaben zufolge die Fließgeschwindigkeiten zusätzlich variiert, wodurch unterschiedliche Lebensräume entstanden sind und die Artenvielfalt gefördert wurde. Zur Herstellung der Durchgängigkeit für Fische und Kleinlebewesen sei am Ende des neuen Gewässerverlaufs eine Sohlgleite mit Beckenstruktur angelegt worden.

- Anzeige -

Themen des Artikels
Kategorie des Artikels
- Anzeige -