BDEW und WVT: Wasserversorger brauchen eine intakte und gut ausgebaute Infrastruktur

Rund 93 Prozent der Wiederbeschaffungswerte fallen auf das Leitungsnetz

Die Wasserversorger brauchen eine funktionsfähige und gut ausgebaute Infrastruktur, um auch zukünftig eine sichere und zu jeder Zeit verfügbare Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser zu gewährleisten. „Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Leitungsnetzen, Wasserwerken und Speichern, die unverzichtbar für ständig verfügbares, qualitativ hochwertiges Trinkwasser sind.“ Das erklärte der Geschäftsführer des Bundesverbands der Energie- und Wasserversorgung, Landesgruppe Norddeutschland (BDEW), Torsten Birkholz, bei der Vorstellung der Ergebnisse des Pilotprojektes „Investitionsstrategie Wasser“.

Im Rahmen des Projektes haben sich 35 Wasserversorgungsunternehmen aus Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt unter der Initiative der BDEW Landesgruppen Norddeutschland und Mitteldeutschland und des Wasserverbandstages Bremen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt (WVT) im vergangenen Jahr zusammengeschlossen. Ziel war, die langfristigen Herausforderungen zu identifizieren und nachhaltige Lösungsansätze für eine zukunftsfähige Infrastruktur zu entwickeln. Die confideon Unternehmensberatung und am-tec switzerland waren mit der Projektdurchführung betreut.

„Aufgrund des ausgeprägten Auf- und Ausbaus der netzgebundenen Wasserversorgung in den Jahren 1960 bis ca. 1980 erreichen oder überschreiten in naher Zukunft viele Leitungen ihre technische Standardnutzungsdauer und damit ihr erwartbares „Lebensende“. Der Reinvestitionsbedarf zur Erhaltung der Versorgungssicherheit muss und wird daher stark ansteigen“, berichtete WVT-Geschäftsführer Godehard Hennies. „Durch das Erreichen der Standardnutzungsdauern für einen großen Anteil des Netzes wird an vielen Stellen eine zeitgleiche Erneuerung erforderlich. Je weniger heute investiert wird, umso höher wird der Berg an zukünftig notwendigen Reinvestitionen in die Wasserversorgungsinfrastruktur – die „Generationenschuld“ würde somit steigen“, meinte Oliver Hug von der confideon Unternehmensberatung.

Erfahren Sie mehr zu den Projektergebnissen........

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