BDEW zur Europawahl: Weichenstellungen für die Wasserinfrastruktur sind gefordert

Es bedarf der Anstrengung aller Sektoren für einen guten Gewässerzustand

Die aktuellen Herausforderungen, denen sich die Wasserwirtschaft gegenübersieht, müssen aus ihrer Sicht auch schwerpunktartig in der kommenden Legislaturperiode der EU behandelt werden. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) setzt sich dabei auf europäischer Ebene für ambitionierte und gleichzeitig praxisorientierte Vorgaben ein. Wie der BDEW in seinen Handlungsempfehlungen für die EU-Wahl 2024 schreibt, bedarf es der Anstrengung aller Sektoren für einen guten Zustand der Gewässer. Wasser sei ein notwendiger Fokus der nächsten Legislaturperiode. Es sei wichtig, dass die EU stringent das Verursacherprinzip umsetzt und so zu einer Vermeidung an der Quelle beiträgt. Damit würden auch unverhältnismäßige Belastungen der Bevölkerung für Aufbereitung und Entsorgung vermieden.

„Entscheidungen, die in Brüssel getroffen werden, haben unmittelbaren Einfluss auf das Wasser, das bei uns vor Ort aus dem Hahn kommt. Deshalb ist es wichtig, dass auch die neue EU-Kommission sich konsequent für den Schutz unserer Wasserressourcen einsetzt“, sagt Martin Weyand, BDEW-Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser. „Die Wasserwirtschaft ist in den kommenden Jahren zunehmenden Herausforderungen ausgesetzt. Hier braucht es von der Politik nun die notwendigen Rahmensetzungen.“

Insbesondere der Klimawandel erfordere Anpassungen in der Trinkwasserversorgung. „Um die Trinkwasserversorgung auch in Zeiten längerer Trockenperioden sicherzustellen, muss die Wasserinfrastruktur um- und ausgebaut werden. Die EU kann hier entscheidende Weichen stellen, indem sie Beschleunigungsverfahren analog derer für die Erneuerbaren Energien auf europäischer Ebene einführt“, erklärt Weyand. Zudem müsse in Wassermangelsituationen ein Vorrang der öffentlichen Trinkwasserversorgung vor anderen Nutzungen gelten.

Lesen Sie, welche Empfehlungen der BDEW ausspricht......

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