Der neue Beirat Linksemsische Kanäle beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) hat erstmals in Meppen getagt. An seiner Spitze stünden Jörn Drosten, Leiter des Geschäftsbereichs Betrieb und Unterhaltung in der Direktion des NLWKN, und Josef Schwanken, Leiter des gleichnamigen Geschäftsbereichs in der NLWKN-Betriebsstelle Meppen, teilte die Behörde mit. Es sei das erste Treffen seit 2019 gewesen.
Im Fokus der Sitzung hätten unter anderem erfolgte und geplante Unterhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen des NLWKN an den linksemsischen Kanälen und ihren Anlagen gestanden. So würden etwa die Fernsteuerungstechnik am Haren-Rütenbrock-Kanal erneuert oder verschiedene Kanalbrücken saniert. „Bedarfe sicher zu beurteilen und die sich daraus ergebenden Unterhaltungsmaßnahmen auszuwählen und zu planen ist eine fachlich, kommunikativ und rechtlich anspruchsvolle Aufgabe“, sagte Drosten. Es bestünden schwierige Spannungsfelder zwischen verschiedenen Interessen, die an den Gewässern kumulieren.
Die 2006 aufgelöste Linksemsische Kanalgenossenschaft wäre in diesem Jahr 130 Jahre alt geworden. Der NLWKN und die ehemaligen Kanalgenossen hielten mit dem Beirat die Erinnerung an die Linksemsische Kanalgenossenschaft aufrecht, betonte Drosten. Seit 1884 hatte sie die Wasserwirtschaft links der Ems, aber auch die Region insgesamt wesentlich geprägt.
Nach Auflösung der Genossenschaft gingen sämtliche Rechte und Pflichten auf den NLWKN über. In diesem Zuge richtete der NLWKN den Beirat als beratendes Gremium ein. Dieser berät den NLWKN in allen Fragen, die das Kanalnetz betreffen. Hierzu gehören unter anderem der Ems-Vechte-, Süd-Nord-, Haren-Rütenbrock- und Piccardie-Coevorden-Kanal. Die Mitglieder des Beirats werden berufen.




