Der BUND Naturschutz in Bayern (BN) hat bei der Europäischen Kommission Beschwerde gegen ein geplantes Gipsbergwerk der Firma Knauf bei Altertheim im Landkreis Würzburg eingelegt. Der Verband kritisiert, dass für das Vorhaben im Trinkwasserschutzgebiet der Stadt Würzburg keine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchgeführt wurde.
Nach Angaben des BN soll das Bergwerk nur wenige Meter unterhalb des Hauptgrundwasserleiters im Einzugsgebiet der Trinkwassergewinnungsanlage „Zeller Quell-Stollen“ entstehen. Geplante Bohrungen und Sprengungen könnten demnach zu Grundwassereinbrüchen führen und die Trinkwasserversorgung Würzburgs sowie weiterer Gemeinden gefährden.
Der BN sieht zudem einen Verstoß gegen europäisches Umweltrecht. Nach geltendem Bergrecht sei eine UVP nur ab einer Größe der oberirdischen Betriebsanlagen von mindestens zehn Hektar vorgeschrieben. Die unterirdische Ausdehnung des geplanten Bergwerks von rund 700 Hektar bleibe dabei unberücksichtigt. Der Verband fordert daher ein Eingreifen der EU-Kommission. Bereits vor etwa einem halben Jahr hat der BN anlässlich der zweiten Auslegung der Planunterlagen erneut die zügige Festsetzung des gesamten Wasserschutzgebiets gefordert.




