Bremen treibt Ausbau des Hochwasserschutzes voran

Bremen treibt den Ausbau seines Hochwasserschutzes nach dem Hochwasserereignis 2023/24 weiter voran. Wie die Umweltsenatorin mitteilte, hat der Senat jetzt entsprechende Maßnahmen beschlossen. Ziel ist es, den Schutz vor Binnenhochwasser durch moderne Deichanlagen, verbesserte Planungen und Investitionen in die Infrastruktur zu stärken. Bereits umgesetzt wurden unter anderem die Ertüchtigung des Deichverteidigungswegs in Warf-Butendiek sowie Unterhaltungsarbeiten am rechten Weserufer in Timmersloh. Parallel wird an einer Generalplanung für den Binnenhochwasserschutz an Wümme, Mittelweser und Ochtum gearbeitet. Der erste Abschnitt an der Wümme soll bis 2028 fertiggestellt werden.

Für den Bereich Wümme wurde gemeinsam mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) ein hydraulisches Modell erstellt. Dabei handelt es sich um ein eine computergestützte Simulation von Wasserständen, Fließgeschwindigkeiten und Hochwasserverläufen. Dieses Modell bildet das Hochwasserereignis 2023/24 realitätsnah ab und bestätigt den Einfluss von Bewuchs auf den Wasserabfluss. Damit wurde die Wirksamkeit der bereits durchgeführten Gehölzreduzierung Ende 2024 bestätigt.

Eine weitere Maßnahme zwischen Kreuzdeich und den Flutbrücken wird derzeit gemeinsam mit dem Landkreis Osterholz und der Gemeinde Lilienthal vorbereitet. Als aktueller Schritt werden die Ringdeiche Timmersloh und Warf-Butendiek neu vermessen und planerisch überprüft. Zudem wurden die Regelungen zur Gehölzbeseitigung auf Deichen angepasst. Künftig können Deichverbände eigenständig beurteilen, ob Bäume und Sträucher die Deichsicherheit beeinträchtigen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Modernisierung von Siel- und Schöpfwerken. Die vielfach veralteten Anlagen sollen im Rahmen eines Generalplans an die Folgen des Klimawandels und veränderte hydrologische Bedingungen angepasst werden. Grundlage dafür ist eine laufende Bestandsaufnahme. Eine weitere Maßnahme zur Verbesserung des bremischen Binnenhochwasserschutzes ist die Bauentwurfs -und Genehmigungsplanung an der Ihle, die bereits in einer separaten Vorlage behandelt wurde.

Für die Maßnahmen stehen dem Land Bremen in den Jahren 2026 bis 2029 insgesamt rund 2,74 Mio. Euro zur Verfügung. Davon entfallen etwa 1,49 Mio. Euro auf Bundesmittel aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“.

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