BUND Baden-Württemberg will TFA-Einleitung durch Solvay in den Neckar nicht länger dulden

„Dringender Handlungsbedarf“ aufgrund der neuen Risikobewertung des UBA

Der BUND Baden-Württemberg will die weitere Einleitung der Ewigkeitschemikalie TFA durch die Solvay GmbH in den Neckar bei Bad Wimpfen nicht mehr dulden. „Die Verzögerungstaktik des Regierungspräsidiums (RP) Stuttgart, das die Verseuchung des Neckars bei Bad Wimpfen mit der Ewigkeitschemikalie TFA durch die Firma Solvay genehmigt hat, können wir nicht mehr hinnehmen“, erklärte die BUND-Landesvorsitzende Sylvia Pilarsky-Grosch: „Aufgrund der neuen Risikobewertung des Umweltbundesamtes, die das eingeleitete TFA als fortpflanzungsgefährdend einstuft, muss die Behörde dringend handeln und ihre Erlaubnis widerrufen. Um das durchzusetzen, werden wir alle uns zur Verfügung stehenden rechtlichen Mittel einsetzen.” Solvay stellt am Standort Bad Wimpfen Fluorprodukte her.

Die Einleitungen gefährden aus Sicht des BUND-Landesverbandes nicht nur die Umwelt und die menschliche Gesundheit. Die Allgemeinheit zahle die Kosten der sehr viel teureren Trinkwasseraufbereitung nach der Einleitungsstelle. „Der BUND kämpft schon seit etlichen Jahren gegen die Verseuchung des Neckars durch Solvay. Erst durch den öffentlichen Druck hat sich das Regierungspräsidium dazu gezwungen gesehen, weitere Untersuchungen vorzunehmen“, so die Vorständin des BUND Heilbronn-Franken, Karin Haug.

Nach Angaben des BUND hat das RP im Jahr 2016 Solvay in Bad Wimpfen eine Einleitungserlaubnis bis zum Jahr 2044 erteilt, und in einer weiteren Absprache wurde 2019 vereinbart, dass Solvay statt der ursprünglich 100 kg pro Tag noch 24 kg in den Neckar einleiten darf. Rechtlich könne das RP aufgrund neuer Tatbestände die Einleitungserlaubnis widerrufen. Diese Tatbestände sind nach Einschätzung des BUND mit der neuen Risikobewertung erfüllt. Erfahren Sie, was das Regierungspräsidium dazu entgegnet............

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