Der BUND Brandenburg schlägt eine Anpassung des Wasserentnahmeentgelts zur Finanzierung neuer Klärwerke vor. Hintergrund sei der steigende Handlungsdruck infolge wachsender Abwassermengen in der Hauptstadtregion, heißt es in einer Mitteilung der Umweltschutzorganisation. Demnach haben die Berliner Wasserbetriebe angekündigt, Verträge mit Brandenburger Zweckverbänden perspektivisch zu kündigen, da die Kapazitäten der Berliner Kläranlagen zunehmend ausgeschöpft sind.
Künftig sollen die umliegenden Gemeinden ihr Abwasser verstärkt selbst reinigen. In Brandenburg entsteht dadurch nach weiteren Angaben des BUND Landesverbandes ein erheblicher Investitionsbedarf, der Bau neuer Klärwerke wird auf rund 2,7 Mrd. Euro geschätzt. Bis 2040 müsse eine tragfähige Lösung gefunden werden.
„Die Lösung zur Frage der Finanzierung neuer Klärwerke liegt für mich auf der Hand“, erklärte Carsten Preuß, Co-Landesvorsitzender des BUND Brandenburg. Mit Blick auf die geplante Novelle des Landeswassergesetzes fordert der Verband eine Anpassung der Wassernutzungsentgelte. Insbesondere Industrie, Bergbau und Landwirtschaft sollten stärker zur Finanzierung beitragen. Durch den Abbau langjähriger Privilegien solle mehr Verursachergerechtigkeit geschaffen und zugleich ein Anreiz zur Reduzierung des Wasserverbrauchs gesetzt werden. Erfahren Sie mehr........




