Vor einer zunehmenden Belastung des hessischen Grundwassers mit Nitrat hat der hessische Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND Hessen) gewarnt. Die Landesregierung verfolge eine Politik, die Überdüngung toleriert und Maßnahmen zum Gewässerschutz abschwächt, heißt es in einer Mitteilung des Umweltverbandes. Insbesondere beanstandet der BUND die Anordnung des Landwirtschaftsministers Ingmar Jung vom Januar 2026, wonach die verschärften Düngevorgaben in den nitratbelasteten „Roten Gebieten“ nicht mehr kontrolliert und bereits festgestellte Verstöße bei der Auszahlung von EU-Fördergeldern unberücksichtigt bleiben sollen. Der BUND Hessen wertet das als Verstoß gegen europäisches Subventionsrecht.
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