
Der BUND Bremen fordert von der Landesregierung, eine Wasserstrategie in Anlehnung an die Nationale Wasserstrategie zu entwickeln. Die Strategie müsse die Trinkwasserversorgung sowie den gesamten Wasserbedarf der Städte und die verfügbaren Ressourcen berücksichtigen, wie der BUND-Landesverband mitteilte. Darüber hinaus müssen nach Ansicht des BUND die Investitionen in blau-grün-graue Infrastruktur, u.a. die Fördertöpfe für Grau- und Regenwassernutzung, Versickerung sowie Dach- und Fassadenbegrünung erhöht werden. Weiterhin fordert der BUND, die Flächenversiegelung zu stoppen und die Entsiegelung zu fördern.
Extremwetterereignisse bescherten in zunehmendem Tempo entweder zu wenig Wasser in Form von lang anhaltender Hitze und Dürre oder zu viel Wasser in Form von Starkregen und verheerenden Überschwemmungen. Hierfür müssen Politik und Verwaltung jetzt umgehend Lösungen entwickeln, so der BUND. „Wir benötigen jetzt dringend einen Umbau unserer Städte, auch von Bremen, zu sogenannten Schwammstädten, die Wasser speichern und wieder abgeben können“, forderte Dieter Mazur, Vorsitzender des BUND Bremen. Dafür sei ein radikales Umdenken in der Stadtplanung erforderlich: unversiegelte Flächen müssten konsequent erhalten bleiben.
Erforderlich seien aus Sicht des BUND aber auch neue Wassermanagementkonzepte für die Niederungsgebiete an Wümme, Lesum, Ochtum und Weser, wo auch wertvolle Naturschutzgebiete liegen. In trockenen Zeiten müsse immer die Gelegenheit bestehen, zuwässern zu können. Dagegen sei bei starkregenbedingten Flutwellen ein besserer Schutz und eine Wasserrückhaltung im Einzugsgebiet der Flüsse notwendig.
Darüber hinaus fordert der BUND, dass in Überschwemmungsgebieten nicht mehr gebaut werden darf. Der BUND betont, dass eine weitere Vertiefung von Unter- und Außenweser dagegen die Sturmflut noch höher und schneller ins Land holen würde. „Alle Pläne zu diesem sinnlosen Flussausbau müssen endlich gestoppt werden“, sagte Mazur.



