Der BUND NRW bewertet den vom Umweltministerium zum Jahresende vorgelegten Referentenentwurf der „H2O-NRW-Zukunftsstrategie Wasser“ als mangelhaft. Der Landesvorsitzende Holger Sticht bezeichnete ihn als eine Sammlung unverbindlicher Absichtserklärungen, der dringend notwendige Entscheidungen und Maßnahmen auf unbestimmte Zeit verschiebe. Insgesamt bleibe der Entwurf weit hinter den wasserwirtschaftlichen Herausforderungen zurück, heißt es in einer Mitteilung des BUND NRW anlässlich der Vorlage der gemeinsamen Stellungnahme von BUND NRW, NABU NRW und der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW (LNU NRW).
Zentrale Handlungsfelder wie die Stabilisierung des Landschaftswasserhaushalts, nachhaltige Grundwasserbewirtschaftung und Biodiversitätsschutz werden aus Sicht des BUND NRW vernachlässigt. Es fehle u.a. eine systematische Verzahnung mit bestehenden Schutzpflichten – etwa aus der EU-Wasserrahmenrichtlinie, der FFH-Richtlinie oder der Biodiversitätsstrategie. Auch beim Umgang mit Schadstoffen, Altlasten und stofflichen Einträgen weise der Entwurf Schwachpunkte auf.
Besonders kritisch bewertet der BUND den Umgang mit Grundwasserentnahmen. Es gebe noch immer keinen Überblick über Entnahmemengen, keine Gefährdungsanalysen und noch immer kein Priorisierungskonzept für Mangellagen. Ohne klare Regeln drohe eine Übernutzung der Wasserressourcen zulasten von Trinkwasserversorgung und Ökosystemen. Auch das Wasserentnahmeentgelt müsse hierfür als Steuerungsinstrument weiterentwickelt werden. Hier geht es weiter..........




