BUND Sachsen beklagt Niedrigwassersituation an der Elbe und fragt nach Gütertransporten

Mindestabflussmenge häufig unterschritten

Der BUND Sachsen weist angesichts anhaltender Niedrigwasserstände an der Elbe auf wachsende Probleme hin und stellt den weiteren Ausbau der Wasserstraße ohne klar benannte Transportbedarfe infrage. Nachdem die Elbe in diesem Jahr acht Monate Niedrigwasser, von Ende Februar bis Ende Oktober, geprägt haben, füllt sich der Fluss erst jetzt wieder. Das sei keine Ausnahme mehr, sondern ein Trend mit alarmierenden Ausmaßen, beklagt der BUND Landesverband die Situation in einer aktuellen Mitteilung und verweist auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag zu Niedrigwasser und Gütertransporten auf der Elbe.

Prof. Felix Ekardt, Vorsitzender des BUND Sachsen, erklärte: „Die Zahlen sind eindeutig: „Seit 2014 wurde im Durchschnitt an über 65 Tagen pro Jahr die vorgesehene Mindestabflussmenge unterschritten – eigentlich sollte dies nur an etwa 20 Tagen geschehen.“ Das sei ein trauriger Rekord: „Auf der Strecke zwischen Dresden und Riesa gab es 2018 sogar 200 Unterschreitungstage.“ Die wesentliche Voraussetzung, um die angestrebte Mindest-Fahrrinnentiefe von 1,40 Meter zu erreichen, sei nicht gegeben, da schlicht Wasser fehle.

Auch die Internationale Kommission zum Schutz der Elbe (IKSE) bestätige, so der BUND Sachsen, in ihrer aktuellen Auswertung des Zeitraums 2014 bis 2023, dass das Wasserdargebot der Elbe um 28 Prozent zurückgegangen sei. Trotzdem plane das Bundesverkehrsministerium weiterhin die Vertiefung der Elbe als Wasserstraße.  Lesen Sie weiter.........

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