BUND Sachsen kritisiert die von den Ländern angestoßene Neuausrichtung des Düngerechts

Rechtssicheres, verursacherorientiertes und nachvollziehbares System nötig

Der BUND Sachsen kritisiert die von den Ländern angestoßene Neuausrichtung des Düngerechts scharf. Insbesondere die Diskussion um ein mögliches Auslaufen der Ausweisung sogenannter „roter Gebiete“ stößt auf deutlichen Widerstand. Aus Sicht des Umweltverbands droht damit ein zentrales Instrument zur Begrenzung von Nährstoffeinträgen in besonders belasteten Regionen wegzufallen – ohne dass bislang gleichwertige Ersatzmaßnahmen erkennbar sind.

Der Umweltverband hält eine Neuausrichtung des Düngerechts grundsätzlich für notwendig, geht aus einer Mitteilung des Landesverbandes hervor. Es brauche ein rechtssicheres, verursacherorientiertes und nachvollziehbares System, denn die Düngung trage erheblich zu Klimawandel und Biodiversitätsverlust bei. Es sei aber auch klar, dass das Problem überhöhter Nährstoffeinträge in Grund- und Oberflächengewässer nicht verschwinde, wenn belastete Gebiete nicht mehr ausgewiesen werden. Wo sehr hohe Belastungen bestehen, brauche es auch weiterhin besondere Schutzvorgaben oder mindestens gleichwertige, ebenso wirksame Ersatzinstrumente.

Prof. Felix Ekardt, der Vorsitzende des BUND Sachsen, erklärte: „Monitoring ist wichtig, weil Belastungen sichtbar gemacht und Entwicklungen nachvollzogen werden müssen. Es ersetzt aber keine wirksame Vorsorge. Wegen der verzögerten Ursache-Wirkung-Beziehung bei Nitrat im Grundwasser zeigt sich die Belastung oft erst Jahre später." Hier geht es weiter.........

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