Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) und die Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn Katja Dörner (Grüne) haben neu angesäte Blühstreifen zwischen Bonn-Innenstadt und Bad Godesberg besucht. Die so aufgewerteten Grünflächen sind die erste Maßnahme des Bonner Projekts im Rahmen des Förderprogramms "Natürlicher Klimaschutz in ländlichen Kommunen". Die Blühstreifen aus heimischen Kräutern unterstützen die natürliche Klimaschutzfunktion von Stadtgrün, tragen zu mehr Artenvielfalt bei und haben einen kühlenden Effekt an heißen Tagen, berichtet das Umweltministerium.
Für die Blühstreifen, für das Pflanzen von 1001 Bäumen und die Entsiegelung von Flächen erhält die Stadt Bonn vom Bund demnach in den nächsten fünf Jahren 6,8 Mio. Euro. Insgesamt wird die Bundesstadt 8,5 Mio. Euro in entsprechende Maßnahmen investieren – das entspricht einer Förderung zu 80 Prozent.
„Die hohe Förderzusage des Bundes unterstreicht die Bedeutung unserer Anstrengungen, jetzt die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um Bonn zu einer klimaresilienten Stadt zu machen. Zusätzliche Bäume und artenreiche Grünflächen sind eine gute Investition in die Zukunft: Sie binden Kohlenstoff, schaffen Lebensräume für Insekten und kühlen durch Schatten und Verdunstung die Umgebung. Zugleich tragen sie bereits heute zu mehr Lebensqualität in der Stadt bei", erklärte Dörner.
Die ökologische Aufwertung des Grünstreifens entlang des bahnparallelen Radwegs von der Joseph-Beuys-Allee in der Innenstadt bis zur Martin-Luther-Allee in Bad Godesberg ist die erste Maßnahme des Bonner Projekts im Rahmen des ANK-Förderprogramms "Natürlicher Klimaschutz in ländlichen Kommunen". Das Amt für Umwelt und Stadtgrün lässt vor Ort in die Jahre gekommene und artenarme Bodendecker- sowie Rasenflächen von rund 3.700 m² in Blühstreifen aus heimischen Kräutern umwandeln.
Den Großteil der Fördergelder will die Stadt in das Pflanzen von 1001 klimagerechten Bäumen sowie das Entsiegeln und Begrünen von Flächen investieren. Als Grundlage dient das Bonner Stadtbaumkonzept, das neben ökologischen auch soziale Aspekte berücksichtigt – insbesondere bei der Priorisierung von Maßnahmen in sozial benachteiligten Quartieren. Eine wichtige Rolle spielt außerdem das Schwammstadtprinzip. Um den natürlichen Wasserkreislauf zu stärken, soll Regenwasser möglichst ortsnah versickern und gespeichert werden.




