Bundesumweltministerium startet Beteiligungsplattform zur Nationalen Wasserstrategie

„Ressource Wasser steht zunehmend unter Druck“

Das Bundesumweltministerium (BMUKN) hat eine neue Online-Beteiligungsplattform zur Nationalen Wasserstrategie gestartet. Bürgerinnen und Bürger, Kommunen, Unternehmen, Wirtschaft, Industrie und Verbände sowie weitere Akteure sind eingeladen, ihre Perspektiven zum Thema Wasser einzubringen und ihren Beitrag zum Schutz unserer Gewässer und unseres Wassers sichtbar zu machen, teilte das Ministerium Ende März mit. Die Nationale Wasserstrategie (NWS), die die Bundesregierung 2023 beschlossen hat, setzt mit ihren 78 Maßnahmen den Rahmen, um Wasserressourcen langfristig zu schützen und nachhaltig zu bewirtschaften. Die Umsetzung der NWS gelingt dabei dem Ministerium zufolge nur gemeinsam mit den vielen Akteurinnen und Akteuren vor Ort.

Die Ressource Wasser stehe durch den Klimawandel, Extremwetter, steigende Nutzung und Verschmutzung zunehmend unter Druck, sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD). Mit der Nationalen Wasserstrategie werde die Grundlage dafür geschaffen, die Wasserressourcen auch in Zukunft zu sichern und unsere Gewässer besser zu schützen.

Sei es früher zum Beispiel darum gegangen, Regenwasser so schnell wie möglich abfließen zu lassen, sei es heute das Ziel, mit der Schwammlandschaft und der Schwammstadt Wasser als wertvolle Ressource möglichst in der Landschaft halten. „Mit mehr natürlichen und wo nötig auch technischen Wasserspeichern sind wir besser auf Trockenzeiten und Starkregenereignisse vorbereitet“, so Schneider.

Leitlinien für transparente Entscheidungen

Wo Wasser in Dürrezeiten knapp wird, komme es außerdem darauf an, gemeinsam Leitlinien für transparente Entscheidungen zu erstellen. Entscheidend seien deshalb Wasserressourcenschonung und Wasserschutz, aber auch die Abstimmung vor Ort in Kommunen, Unternehmen, Verbänden, Wirtschaft, Industrie und Initiativen. „Mit der neuen Beteiligungsplattform machen wir sichtbar, wo bereits konkrete Maßnahmen umgesetzt werden und wirken."

Die Plattform biete zwei Möglichkeiten zur Beteiligung: In einer Bürgerumfrage können Interessierte ihre Erfahrungen, Wahrnehmungen und Erwartungen zum Thema Wasser teilen. Die Ergebnisse sollten zeigen, welche Bedeutung Wasser für die Menschen in Deutschland hat und welche Veränderungen sie bereits wahrnehmen. Außerdem könnten Kommunen, Unternehmen, Verbände, Forschungseinrichtungen und Initiativen ihre Projekte und Maßnahmen auf einer Projektkarte eintragen. So werde sichtbar, wo und wie die Nationale Wasserstrategie bereits umgesetzt wird und welche Ansätze besonders gut übertragbar sind.

Statusbericht soll Anfang 2027 veröffentlicht werden

Die Beiträge und Umfrageergebnisse sollen in einen Bericht zum aktuellen Stand der Nationalen Wasserstrategie und der Weiterentwicklung der Wasserpolitik in Deutschland einfließen. Dieser Statusbericht soll Anfang 2027 veröffentlicht werden. Besonders anschauliche Umsetzungsbeispiele sollen darin sowie bei Fachveranstaltungen vorgestellt werden.

Die NWS ist dem BMUKN zufolge als integrierter Umsetzungsprozess angelegt, um bis 2050 den Schutz der natürlichen Wasserressourcen und die nachhaltige Nutzung von Wasser in Zeiten des globalen Wandels in Deutschland in allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen zum Wohle von Mensch und Umwelt zu verwirklichen. Die Beteiligungsplattform ist vom 22. März bis zum 4. Mai 2026 online.              

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