Die Qualität der deutschen und weiteren europäischen Badegewässer ist offenbar in bestimmten Fällen bei weitem nicht so unbedenklich wie von der zuständigen europäischen Behörde angegeben. Die 22.000 offiziellen Badestellen an Seen, Flüssen und Küsten in der EU werden lediglich auf zwei Arten von Bakterien untersucht. Chemische Schadstoffe hingegen werden nach Angaben des Medienhauses Correctiv bei der Bewertung der Badegewässerqualität nicht berücksichtigt. Fachleute fordern, das offizielle Monitoring auszuweiten, so Correctiv.
In einem Mitte Juni veröffentlichten Bericht hatte die Europäische Umweltagentur (EEA) Europas Badegewässern überwiegend eine ausgezeichnete Wasserqualität bescheinigt. Demnach hatten knapp 85 Prozent der mehr als 22.000 Badestellen in den 27 EU-Staaten sowie Albanien und der Schweiz eine exzellente Wasserqualität, 96 Prozent erfüllten immerhin die EU-Mindeststandards. In Deutschland hatten knapp 91 Prozent der rund 2.300 untersuchten Badestellen eine exzellente Wasserqualität. (dpa/EUWID)
Hier lesen Sie weiter: ...




