Der Salzbach in Wiesbaden-Biebrich wird naturnäher

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Der Salzbach in Wiesbaden-Biebrich wird naturnäher. Wie das hessische Umweltministerium berichtet, erhält die Stadt Wiesbaden für ein entsprechendes Umbauprojekt über drei Mio. Euro vom Land, in dessen Rahmen die Hochwassersicherheit und Gewässerökologie am Salzbach in einer Maßnahme gemeinsam optimiert werden.

Um die Wassermassen sicher in den Rhein ableiten zu können, muss das Bachbett umgebaut werden werden. „Ein naturnah gestaltetes Gewässer kann Wasser besser aufnehmen, zurückhalten und so zur Hochwassersicherheit beitragen“, erklärte Landesumweltminister Ingmar Jung (CDU). Mit der Förderung sollen Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerökologie in dem monotonen, befestigten Gewässerbett durchgeführt werden: Dafür wird stellenweise das Profil aufgeweitet, die Sohle naturnäher gestaltet und zusätzlich werden Strukturelemente eingebaut. Gleichzeitig werde so der ausreichende Abfluss auch bei extremen Starkregenereignissen sichergestellt.

Der Salzbach ist das Fließgewässer, in das der Großteil der Wiesbadener Taunusbäche und auch die salzhaltigen Thermalwässer münden und dann in Biebrich in den Rhein fließen. Bereits vor knapp 150 Jahren wurden nach Angaben des Umweltministeriums die Fließgewässer in der Innenstadt in den Untergrund verlegt und als Gerinne an der Kläranlage vorbeigeleitet. Da über den Salzbach der gesamte Regenabfluss der Innenstadt abgeführt wird, muss sein Gewässerbett so umgestaltet werden, dass es frei von Hindernissen ist. Mit der Renaturierung werden die Gewässer- und Uferstrukturen vielfältiger und die Strömungsvielfalt deutlich erhöht. Durch die Anlage einer Niedrigwasserrinne soll der Aufstieg von Gewässertieren aus dem Rhein in die sommerkühlen, naturnahen Taunusbäche erleichtert werden. Im unteren Salzbach wurden bei Untersuchungen mehrfach Meerforellen beobachtet.

Die Gesamtkosten für diese Maßnahme liegen bei etwa 6,75 Mio. Euro. Das Land Hessen gibt aus dem Landesprogramm Gewässerentwicklung und Hochwasserschutz Fördergelder in Höhe von etwa 3,4 Mio. Euro dazu.

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