Der Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke (BDW) appelliert im Rahmen der Diskussionen um das Strommarktdesign der Zukunft an die Bundesregierung, das Potenzial der Wasserkraft stärker zu nutzen und hierfür eine Wasserkraftstrategie zu entwickeln. „Das erste Halbjahr dieses Jahres, in dem die Wasserkraft mehr als fünf Prozent zur Nettostromerzeugung in Deutschland beigetragen hat, zeigt eindrücklich das große Potenzial dieser Erneuerbaren“, erklärte BDW-Präsident Hans-Peter Lang.
Wasserkraft stehe stetig, verlässlich und regelbar zur Verfügung und leiste so einen wichtigen Beitrag für ein stabiles und sicheres Stromsystem. Darüber hinaus bestehen noch große ungenutzte Potenziale in der Modernisierung des Bestands und der Nutzung vorhandener Altstandorte, die aktuell in einer noch laufenden Studie der TU Braunschweig ermittelt werden, so Lang: „Um diese schlummernden Potenziale der Wasserkraft für die erneuerbare Strom-, aber auch die Wärmeerzeugung zu heben, regen wir die Entwicklung einer übergreifenden, in sich konsistenten Wasserkraftstrategie an.“
Die Forderung richtet sich an die Bundesregierung, vor allem aber an das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), das im Juli ein Optionenpapier zum künftigen Strommarktdesign veröffentlicht und um Stellungnahmen der Verbände gebeten hatte. Diese wurden am 26. September in der Sitzung der „Plattform Klimaneutrales Stromsystem“ (PKNS) diskutiert. Die Möglichkeiten und Leistungen der Wasserkraft sollten dabei stärker einbezogen und berücksichtigt werden.
Neben der verlässlichen Stromerzeugung biete die Wasserkraft wertvolle Systemdienstleistungen, die angesichts der zunehmenden volatilen Stromerzeugung aus Windenergie- und Photovoltaikanlagen einen stabilisierenden Effekt für die Versorgung mit elektrischer Energie haben. Erfahren Sie mehr darüber..........




