DVGW kritisiert ISOE-Überblicksstudie zum Grundwasserstress in Deutschland

„Gravierende Mängel in der Auslegung bestehender Bewertungsparameter“

Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) hat die Überblicksstudie des Instituts für sozial-ökologische Forschung (ISOE) zum Thema „Grundwasserstress in Deutschland“ kritisiert. Alle Bemühungen, auf den Wert des Wassers und mögliche Risiken für eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Wasserressourcen aufmerksam zu machen, seien zwar zu begrüßen, erklärte der Verband in Bonn. Die Studie enthalte jedoch gravierende Mängel in der Auslegung und Interpretation bestehender Bewertungsparameter, die im Ergebnis zu falschen und nicht haltbaren Aussagen eines Grundwasserstresses in Deutschland führten.

Die Überblicksstudie hatte das ISOE im Auftrag des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) erstellt. Sie kommt unter anderem zu dem Ergebnis, dass etwa die Hälfte der 401 Landkreise und kreisfreien Städte Deutschlands unter akutem oder strukturellem Grundwasserstress leiden. Obwohl Deutschland als wasserreiches Land gelte, komme es vor allem in Regionen Ost-, Nord- und Westdeutschlands durch klimatische, demografische und ökonomische Entwicklungen immer wieder zu Engpässen bei der Wasserverfügbarkeit, teilte das ISOE in Frankfurt am Main mit. Der DVGW erklärte gegenüber EUWID, dass sich seine Kritik sowohl auf die vom BUND durchgeführte Kommunikation der Studienergebnisse als auch auf den methodischen Ansatz des ISOE erstrecke. 

Lesen Sie hier mehr über die Kritik des DVGW...

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