Der Ökolandbau hat eine große Bedeutung für den vorsorgenden Gewässerschutz. Für die Förderung des Ökolandbaus braucht es bessere politische Rahmenbedingungen. Das erklären der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) und der Öko-Anbauverband Bioland anlässlich der Ökofeldtage 2025, Deutschlands größter Fachmesse für ökologische Landwirtschaft, die aktuell auf dem Bioland-Betrieb Wassergut Canitz in Wasewitz bei Leipzig stattfindet.
Noch immer gelangten zahlreiche schädigende Stoffe aus der Landwirtschaft in die Grund- und Oberflächengewässer und damit auch in die Brunnen und Wasserentnahmestellen der öffentlichen Wasserversorgung, bemängeln die beiden Verbände. Hierzu gehörten vor allem hohe Nitrat-Frachten sowie Pflanzenschutzmittelwirkstoffe (PSM) und ihre Abbauprodukte, die den Einsatz teurer Aufbereitungsverfahren im Wasserwerk erforderlich machten. Die hierbei entstehenden Kosten müssten letztendlich die Trinkwasserkunden tragen.
Obwohl das Problem nicht neu sei, hätten die Anpassungen des Düngerechts und des Pflanzenschutzrechts, die in den vergangenen Jahrzehnten für einen besseren Schutz der Gewässer vorgenommen wurden, bislang keine Trendwende herbeiführen können, erklären DVGW und Bioland. Eine gute Qualität der Gewässer sei jedoch unverzichtbar. Dies gelte vor allem in Zeiten des Klimawandels, in denen Dürren und Starkniederschläge immer häufiger würden und Schadkonzentrationen in den Gewässern stiegen.
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