Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) warnt vor den Auswirkungen aktuell auf EU-Ebene diskutierter Verschärfungen der PFAS-Grenzwerte im Trinkwasser. Eine in seinem Auftrag vom Technologiezentrum Wasser (TZW) in Karlsruhe erstellte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass strengere Grenzwerte die Kosten der Trinkwasseraufbereitung deutlich erhöhen und die Versorgungssicherheit gefährden könnten, ohne dass daraus ein zusätzlicher gesundheitlicher Nutzen für die Bevölkerung entstünde.
Für die Untersuchung wurden mehr als 2.600 Trinkwasseranalysen aus Deutschland ausgewertet und mit Daten aus der Schweiz, der Grundwasserdatenbank Baden-Württemberg sowie internationalen Monitoringprogrammen ergänzt. Die Ergebnisse zeigen nach Angaben des DVGW, dass die Betroffenheit der Wasserversorgung mit sinkenden Grenzwerten stark zunimmt. Während der derzeit geltende Summengrenzwert von 0,1 µg/l für 20 PFAS-Verbindungen in 1,7 Prozent der untersuchten Proben überschritten wird, liegt die Überschreitungsquote beim ab Januar 2028 geltenden Grenzwert von 0,02 µg/l für vier PFAS bereits bei knapp vier Prozent.
Weitere diskutierte Absenkungen, die nicht gesundheitlich begründet sind, würden dazu führen, dass bis zu 95 Prozent der Wasserressourcen betroffen wären – mit gravierenden Folgen für die Kosten und die Versorgungssicherheit der öffentlichen Wasserversorgung. Erfahren Sie mehr..........




