Deutschland will und braucht die Schwammstadt, die klimaresiliente zukunftssichere und lebenswerte Städte schafft – diese Auffassung vertritt die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA). Bei der anstehenden Novellierung des Baugesetzbuches müsse die wasserbewusste Stadtentwicklung als Standard der Bauleitplanung verankert werden, fordert die DWA in einer Mitteilung. „Die wasserbewusste Stadtentwicklung ist kein Zusatz, sondern ein zentraler Baustein moderner Stadt- und Quartiersplanung“, betonte DWA-Vorständin Lisa Irwin-Broß bei der Eröffnung des Parlamentarischen Abends „Wasserwirtschaft und Stadtentwicklung im Dialog – Auf dem Weg zur klimaresilienten Stadt“.
Kommunen tragen die Hauptverantwortung für Klimaanpassung, stellt die DWA fest. Um der Aufgabe der Aus- und Umbau zu nachhaltigen und lebenswerten Städten gerecht werden zu können, benötigen Städte und Gemeinden belastbare Planungsgrundlagen, administrative Klarheit und langfristige finanzielle Sicherheit. Die Bundesregierung müsse bei der aktuellen Novellierung des Baugesetzbuches die Weichen entsprechend stellen: Die blau‑grüne Infrastruktur müsse integraler Bestandteil der baulichen Entwicklung werden und Standard in der Bauleitplanung sein.
Eine generationsgerechte Siedlungsentwicklung sei an den Leitlinien einer klimaresilienten Entwicklung auszurichten, fordert die Vereinigung. Die wasserbewusste Stadtentwicklung benötige einen zukunftsweisenden rechtlichen Rahmen, aber auch einen kommunalen Konsens und starke kommunale Unternehmen. Mit der Allianz Gemeinsam für eine wasserbewusste Stadtentwicklung habe die DWA ein starkes interdisziplinäres Netzwerk geschaffen, um alle Stakeholder der wasserbewussten Stadtentwicklung von den Möglichkeiten und Chancen zu überzeugen und für klimaresiliente lebenswerte Städte zu begeistern.
24 Organisationen und Institute, von der Bundesarchitektenkammer über Stadtplaner und Landschaftsarchitekten bis zur Wasserwirtschaft, arbeiteten gemeinsam daran, den Umbau unserer Städte für eine bessere Starkregenvorsorge, für eine langfristige Versorgungssicherheit und vor allem für mehr Lebensqualität flächendeckend voranzutreiben. Bundesweit hätten bereits zahlreiche Städte und Gemeinden Schwammstadtprojekte angeschoben und umgesetzt, so die DWA. Es gelte, mit diesen Best-Practice-Beispielen bei der Politik, bei kommunalen Entscheidungsträgern sowie bei der Bevölkerung vor Ort zu werben.




