Die Wasserwirtschaftsverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) haben sich für ein grundsätzliches Verbot von Glyphosat und den entsprechenden Vorläufersubstanzen unabhängig von dessen Entstehungsort ausgesprochen. Flora, Fauna und Menschen würden am besten vor potenziell gefährlichen Stoffen geschützt, wenn diese erst gar nicht in die Umwelt gelangen. „Wir müssen an der Quelle ansetzen und bereits den Eintrag dieser Chemikalien ins Wasser verhindern“, erklärte Frank Obenaus, Vorstand für Wassermanagement und Technik bei Emschergenossenschaft und Lippeverband. Ein Verbot von Stoffen wie Glyphosat sowie möglichen Vorläufersubstanzen wie den Waschmittelzusätzen müsse daher ernsthaft in Betracht gezogen werden.
Hintergrund der Ausführungen ist laut EGLV eine Studie der Universität Tübingen, die die These vertritt, dass der Eintrag von Glyphosat in die Oberflächengewässer nicht hauptsächlich durch die Landwirtschaft erfolgt. Vielmehr werde das Herbizid im Zuge des Abwassereinigungsprozess in Kläranlagen aus einer Vorläufersubstanz gebildet und schließlich über die Klärwerke in die Gewässer eingeleitet.
Hier lesen Sie weiter: ...




