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Hochwasserschutzkonzept der Stadt Goslar fußt auf fünf Säulen

Hochwasserschutzkonzept der Stadt Goslar fußt auf fünf Säulen
Die Abzucht. Quelle: Stadt Goslar
23.11.2020 − 

Das Hochwasserschutzkonzept der Stadt Goslar setzt, nachdem der Entwurf vom Jahresanfang um weitere Komponenten ergänzt wurde, auf eine Kombination aus fünf Säulen. Laut einer Mitteilung der Stadt fußte das Konzept zu Jahresbeginn noch auf den drei Säulen „Ertüchtigung der Abzucht“, „Talsperre im Wintertal“ und „Entlastungstunnel“.

Die Verwaltung habe diese Säulen überarbeitet, eine ausgetauscht und zwei weitere hinzugefügt. Insgesamt fünf Säulen würden dem Hochwasserschutzkonzept nun noch mehr Stabilität verleihen.

Die Ertüchtigung der Abzucht bilde noch immer eines der wesentlichen Standbeine zum Schutz der Altstadt. Der Entlastungstunnel soll hingegen eine andere Route nehmen und bei einem größeren Rohrdurchschnitt bis zu 20 Kubikmeter Wasser an der Altstadt vorbeiführen. Das sei die Hälfte der Wassermenge, das beim Hochwasser 2017 durch die Altstadtstraßen gerauscht sei. Das Wasser gelange am Rammelsberghaus in den Tunnel und werde – statt in den Kahnteich und die Judenteiche – entlang der Wasserbreeke, der Clausthaler Straße und des Osterfelds geleitet, bevor es schließlich wieder zurück in die Abzucht fließe.

Herzberger Teich als Puffer

Statt einer Talsperre im Wintertal favorisiere die Verwaltung den Herzberger Teich als Puffer. Die Umsetzung einer Talsperre würde viele Jahre dauern. Für die Herzberger-Teich-Variante müsse hingegen nur der Grundablass neu gebaut werden. Sie entfalte ihr Potenzial im Zusammenspiel mit der neuen vierten Säule, einem Hochwasserfrühwarnsystem mittels künstlicher Intelligenz. Dieses soll eine Vorwarnzeit von vier Stunden schaffen, so dass der Herzberger Teich abgelassen werden kann, um das dann eintreffende Wasser aufzufangen und der Altstadt und ihrer Bewohnerschaft Zeit für Schutzmaßnahmen zu verschaffen.

Der fünfte Pfeiler sei die Sicherung der natürlichen Abflussbahnen mithilfe der angeschafften mobilen Dämme. 267.100 Euro habe die Stadt bereits in dieses Schlauchdammsystem investiert, das in den folgenden Jahren noch erweitert werden soll. An diesem Gesamtkonzept werde die Stadtverwaltung mit ihren Partnern in den kommenden Monaten weiter feilen.

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