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Ad-hoc-Arbeitsgruppe warnt vor extremem Niedrigwasser an Spree und Schwarzer Elster

Ad-hoc-Arbeitsgruppe warnt vor extremem Niedrigwasser an Spree und Schwarzer Elster
Die Förderreserven werden stark beansprucht.
20.08.2020 − 

Die länderübergreifende Ad-hoc-Arbeitsgruppe „Extremsituation“ hat auf die stark angespannten Abflussverhältnisse in den Einzugsgebieten von Spree und Schwarzer Elster hingewiesen. Die bisher eingeleiteten Maßnahmen reichten nicht mehr aus, um dem extremen Niedrigwasser zu begegnen, teilte das sächsische Umweltministerium mit. Die geringen Niederschläge der vergangenen Tage und Wochen hätten nicht zur Verbesserung der bereits seit 2018 andauernden Niedrigwassersituation geführt. Sollte der Niederschlag weiter ausbleiben, würden voraussichtlich spätestens ab Ende September mit Aufbrauchen der Speicherkapazitäten die Abflüsse im Spreegebiet teilweise zum Erliegen kommen, so das Ministerium.

Nachhaltiges Wassermanagement als länderübergreifende Aufgabe

Der Ad-hoc-Arbeitsgruppe „Extremsituation“ gehören Vertreter des Landes Berlin, Brandenburg und Sachsen an. Die länderübergreifende Abstimmung habe sich bewährt und bleibe auch künftig wichtigste Grundlage dafür, das zu wenige Wasser zielorientiert und operativ zu bewirtschaften, betonte das sächsische Umweltministerium. Gleichwohl mache die anhaltende Situation deutlich, wie wichtig ein nachhaltiges Wassermanagement als länderübergreifende Aufgabe sei - auch unter Berücksichtigung des vorzeitigen Kohleausstiegs und des Klimawandels. Die betroffenen Bundesländer und der Bund müssten hier zukünftig verstärkt zusammenarbeiten.

Trinkwasserversorgung in der Lausitz und in Berlin derzeit gesichert

Das Ministerium macht deutlich, dass die Trinkwasserversorgung in der Lausitz und in Berlin gesichert ist und aktuell ohne Einschränkungen funktioniert. Allerdings würden die Förderreserven zum Teil bereits stark in Anspruch genommen. Der aktuelle Wasserbedarf liege deutlich über dem langjährigen Mittel seit 2010. Einschränkungen für Teichwirtschaft, Tourismus, Gewässerökologie und Bürger seien bereits jetzt spürbar. Weitere einschneidende Auswirkungen in der Lausitz werden voraussichtlich spätestens im Oktober unausweichlich sein, kündigte das Ministerium an.

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