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Albrecht will mit grün-blauer Infrastruktur die Biodiversität in Schleswig-Holstein erhalten

Eine Strategie zum Erhalt der biologischen Vielfalt hat Umweltminister Albrecht jetzt dem Kieler Landtag vorgelegt.
Wasserlilien an einem Tümpel.
03.11.2021 − 

Eine Strategie zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Schleswig-Holstein hat Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) jetzt dem Kieler Landtag vorgelegt. „Mit der Entwicklung einer Grün-Blauen Infrastruktur werden wir bis 2030 die Biodiversität unseres Landes deutlich verbessern können. Dafür muss unsere Strategie in den kommenden Jahren systematisch und mit breiter gesellschaftlicher Beteiligung umgesetzt werden“, sagte der Minister. Ziel der Strategie „KURS NATUR 2030“ sei es, den Rückgang der biologischen Vielfalt zu stoppen, eine Trendumkehr einzuleiten und Umweltressourcen effizient zu schützen. Das Problem sei akut, denn derzeit seien rund 50 Prozent der Tier- und Pflanzenarten des Landes in den Roten Listen der gefährdeten Arten aufgeführt.

Im Mittelpunkt der Strategie stehen der Erhalt und die Entwicklung der Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Für die typisch schleswig-holsteinischen Landschaften wie Küsten, Moore, Heiden und Gewässer werden Ziele und Maßnahmen beschrieben und vor allem deren Vernetzung vorangetrieben. Dabei werden u.a, durch die Renaturierung von Mooren und die Entwicklung von Wäldern positive Effekte auch für den Klimaschutz erbracht.

Ein wichtiges Element der Biodiversitätsstrategie sei die Entwicklung einer ausgeprägten grün-blauen Infrastruktur. Im Land zwischen den Meeren mit den prägenden Küsten sowie ausgedehnten Seen- und Fließgewässerlandschaften müsse der Begriff der grünen Infrastruktur um die blaue Infrastruktur erweitert werden, so Albrecht: „Wir brauchen leistungsstarke ökologische Verbundsysteme von der Küste über landwirtschaftlich genutzte Flächen und natürliche Landschaften bis hin zu den urbanen Räumen. Ziel ist es, auf 30 Prozent der Landesfläche einen guten ökologischen Zustand zu etablieren.“ Dabei sollen bis 2030 mindestens 15 Prozent der Landesfläche als Schutzgebiets- und Biotopsverbundsystem wirken können. Zwei Prozent der Landesfläche sollen als Wildnisgebiete einer weitgehend eigendynamischen und ungestörten Entwicklung überlassen werden.

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