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AöW und Kowa MV: Bioenergie-Boom gefährdet Grundwasser in Deutschland

Maisfeld: Der Bioenergie-Boom in Deutschland gefährdet das Grundwasser, sagen AöW und Kowa MV.
Marianne J. / pixelio.de
26.08.2013 − 

Ausufernde Biomasseproduktion und immer mehr Biogasanlagen gefährden das Grundwasser in Deutschland. Darauf haben die Kooperationsgemeinschaft Wasser und Abwasser Mecklenburg-Vorpommern (Kowa MV) und die Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft (AöW) hingewiesen. Rückstände an Dünge- und Pflanzenschutzmitteln verteuerten darüber hinaus die Wasseraufbereitung. Die Verbände sehen in einigen Jahren die sichere und preisgünstige Versorgung mit Trinkwasser durch die Biogasproduktion gefährdet. Sie fordern die Politik zum Gegensteuern auf. 

1992 gab es der AöW zufolge in ganz Deutschland 192 Biogasanlagen. Bis 2011 ist die Zahl auf insgesamt 7.215 gestiegen. Für 2013 werde ein Anstieg auf etwa 7.900 Anlagen prognostiziert. Diese Biogasanlagen brauchen „Futter“ in Form von Biomasse wie Mais oder Raps. Deshalb sei der Anbau dieser Bioenergie-Pflanzen auch in Mecklenburg-Vorpommern in den letzten Jahren stark gestiegen. Damit die Biomasse ordentlich wachse, werde verstärkt gedüngt und stärker als bei der Produktion von Nahrungsmitteln würden wieder Pflanzenschutzmittel eingesetzt.

Nitrat und Phosphor aus Dünge- und Pflanzenschutzmitteln, die von den Pflanzen nicht aufgenommen  wurden, gelangen entweder direkt durch Auswaschung von den Feldern in die Gewässer oder auf einem längeren Weg durch die Bodenschichten ins Grundwasser. Die Wasserwirtschaftler fordern deshalb, keine weiteren Biogasanlagen zu errichten und Biogasanlagen in Wasserschutzgebieten ganz zu verbieten. Für die Düngung und die Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln zum Beispiel bei Mais und Raps sollten nach Ansicht der Verbände Höchstgrenzen festgelegt werden.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in Ausgabe 35/2013 von EUWID Wasser und Abwasser, die am Dienstag als E-Paper und am Mittwoch als Printmedium erscheint.

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