|  

Baden-Württemberg gibt Grundlage zur Beurteilung möglicher PFC-Belastungen vor

Baden-Württemberg gibt Grundlage zur Beurteilung möglicher PFC-Belastungen vor
Bildquelle: Amir Kaljikovic - Fotolia
22.08.2018 − 

Mit einem Erlass hat das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft am Dienstag seinen nachgeordneten Behörden neue Geringfügigkeitsschwellenwerte für per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) vorgegeben. Der neue Erlass ersetzt die vorläufigen Beurteilungskriterien, die das Umweltministerium zum Schutz von Grundwasser und Boden trotz eingeschränkter Datenlage bereits im Jahr 2015 erlassen hatte, teilte das Landesumweltministerium mit.

Damit die Wasser- und Bodenschutzbehörden prüfen könnten, ob das Grundwasser von PFC-Verbindungen nachteilig verändert wurde, benötigten sie eine möglichst genaue Beurteilungsgrundlage, sagte der Amtschef des Umweltministeriums, Ministerialdirektor Helmfried Meinel. Mit dem Erlass sorge das Ministerium dafür, dass die zuständigen Behörden im Land die von PFC hervorgerufenen Belastungen einheitlich nach aktuellen Maßstäben beziffern und bewerten könnten. Der Erlass führt unter anderem GFA-Werte von 0,1 Mikrogramm pro Liter für Perfluoroctansäure PFOA und für Perfluoroctansulfonsäure PFOS sowie von 10,0 Mikrogramm pro Liter für Perfluorbutansäure PFBA auf.

Dem Landesumweltministerium zufolge gelten in dem Bundesland etwa 70 Prozent des Grundwassers als Trinkwasser-Ressource. „Die neuen Geringfügigkeitsschwellenwerte sind auch für die Trinkwasserbewertung leitend und sorgen daher auch in diesem Bereich für ein weiterhin hohes Schutzniveau im Land“, sagte Meinel.

In Baden-Württemberg wurden im Raum Rastatt, Baden-Baden und Mannheim großflächige Bodenbelastungen mit PFC festgestellt (u. a. EUWID 44.2017). Als Ursache gilt die Aufbringung von Kompost mit Schlämmen aus der Papierherstellung, so das Umweltministerium. Darüber hinaus gebe es landesweit an verschiedenen Stellen kleinräumige PFC-Verunreinigungen, die meist durch Löschmitteleinsätze verursacht wurden. Auch in anderen Bundesländern seien PFC-Belastungen aufgrund verschiedener Ursachen festgestellt worden.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 34.2018 von EUWID Wasser und Abwasser, die als E-Paper und Printmedium am 21.08.2018 erscheint. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren. Sie wollen mehr? Das aktuell vergünstigte Premium-Abo+ bietet Ihnen eine perfekte Kombination aus dem Print- und Digitalangebot von EUWID Wasser und Abwasser.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Deutscher Umweltpreis geht an Abwasser-Experten

Bayern: Entschädigungen für Belastung durch PFC-verseuchtes Wasser gefordert  − vor