|  

Bayern: 14,5 % der Kanäle kurz- bis mittelfristig sanierungsbedürftig

Bayern: 14,5 % der Kanäle kurz- bis mittelfristig sanierungsbedürftig
Bildquelle: mulderphoto - Fotolia
19.02.2018 − 

In Bayern sind rund 14,5 Prozent der öffentlichen Abwasserkanäle kurz- bis mittelfristig  sanierungsbedürftig. Das geht aus einer Antwort der Landesumweltministerin Ulrike Scharf (CSU) auf schriftliche Anfrage des Landtagsabgeordneten Harry Scheuenstuhl (SPD) zum Zustand des bayerischen Kanalnetzes vom 1. Februar 2018 hervor. Für 2018 sei eine Zustandserfassung vorgesehen.

Die Sanierungsrate der Kanalnetzbetreiber habe 2012 bei 1.600 Kilometern pro Jahr gelegen, damit habe die mittlere Sanierungsrate bei 1,9 Prozent gelegen. Angesichts des relativ jungen Kanalbestands in Bayern sei die bayerische Sanierungstätigkeit im Bundesvergleich als hoch zu bewerten. Dennoch müssten die Anstrengungen in diesem Bereich weiter gesteigert werden, um den bekannten Bedarf abzubauen und dem rasch anwachsenden Anteil alter Kanäle gerecht zu werden, so die Umweltministerin.

Der Erhalt der kommunalen Abwasserinfrastrukturen wird den Angaben zufolge auf unterschiedliche weise von der Landesregierung unterstützt. Hierzu zählen unter anderem die Härtefallförderung und Unterstützung im Bereich der Bewertung des Kanalnetz-Zustandes.

Der SPD-Umweltpolitiker Scheuenstuhl warnte – nachdem die Umweltministerin seine Anfrage beantwortet hatte – vor einem „schleichenden Verfall“ des öffentlichen Abwassernetzes. „Die Kommunen können diese Milliardenkosten nicht alleine stemmen“, so Scheuenstuhl, „doch das Härtefallprogramm des Freistaats erweist sich mit 70 Millionen Euro als viel zu klein. Das Ergebnis: Immer mehr Kanäle verfallen, das Abwasser versickert im Boden – mit schlimmen Auswirkungen für das Grundwasser.“

Scheuenstuhl erklärte, dass sich der Investitionsbedarf für die Sanierung in Bayern laut einer Studie der Technischen Universität München, im Mittel auf rund 5,8 Milliarden Euro belaufe.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die als E-Paper und Printmedium erscheinen. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren.  

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Europäische Kommission prüft geplanten Zusammenschluss von Praxair und Linde

Wissenschaftler: Recht auf Zugang zu Trinkwasser muss Nachhaltigkeit mit einbinden  − vor