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Bayern baut den Hochwasserschutz in Entau, Hallstadt-Dörfleins und Burgkirchen a.d. Alz aus

Bayern baut den Hochwasserschutz in Entau, Hallstadt-Dörfleins und Burgkirchen a.d. Alz aus
Torsten Glauber in Entau. Quelle: Umweltministerium Bayern
22.10.2021 − 

Mit dem diese Woche erfolgten Startschuss für Projekte an Donau, Main und Alz baut Bayern im Rahmen des laufenden Gewässer-Aktionsprogramms den Hochwasserschutz weiter aus. Beim offiziellen Spatenstich zum Hochwasserschutz im Polder Sand-Entau an der Donau betonte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) in Entau im Landkreis Straubing-Bogen, dass der sanfte Donauausbau zugleich auch Bayerns größtes Hochwasserschutzprojekt sei.

Der Schutz im Donauabschnitt Sand-Entau besteht insbesondere aus Deichrückverlegungen, Deicherhöhungen und Deichneubauten. Die Baumaßnahme haat ein Gesamtvolumen von rund 65 Mio. Euro. Sie wird vom Freistaat Bayern, der Bundesrepublik Deutschland und den von den Maßnahmen profitierenden Kommunen Aiterhofen und Irlbach finanziert.

Der Hochwasserschutz im Polder Sand-Entau ist Teil des Donauausbaus zwischen Straubing und Deggendorf, geht aus einer Mitteilung des bayerischen Umweltministeriums hervor. Kernstück der aktuellen Maßnahme in Sand-Entau bilden die Ringbedeichungen rund um die Siedlungsbereiche Hermannsdorf und Ainbrach sowie Sophienhof und Entau. Die geplanten Deichneubauten bzw. -erhöhungen haben eine Gesamtlänge von rund 14 km. Neben dem Schutz vor einem 100-jährlichen Hochwasserereignis werde dadurch gleichzeitig eine Fläche für rund zwölf Mio. m³ natürlicher Rückhalteraum an der Donau erhalten. Auch in den Poldern Sulzbach, Offenberg/Metten und Steinkirchen laufen bereits Arbeiten zum Hochwasserschutz.

In Hallstadt-Dörfleins werden vier Pumpwerke, zwei Kleinpumpwerke und eine Flutmulde gebaut

Auch für den Ausbau der Hochwasserschutzanlagen in Hallstadt-Dörfleins erfolgte jetzt der erste Spatenstich. Dort werden die bestehenden Anlagen an Main und Gründleinsbach ertüchtigt, berichtet das Umweltministerium. Auf einer Länge von 3,8 km werden die vorhandenen Deiche erhöht. Rund 540 Meter lang sind die neuen Schutzmauern. Zudem werden vier Pumpwerke, zwei Kleinpumpwerke und eine Flutmulde gebaut. Zu den begleitenden landschaftspflegerischen Maßnahmen gehören beispielsweise eine Baggerseeanbindung zum Main, die Neupflanzung eines Auwalds und die ökologische Gestaltung des Gründleinbachs. In der Nähe des Mainschlösschens entsteht außerdem eine neue Aussichtsplattform. Die Baufertigstellung ist für 2022 geplant. Die Gesamtkosten für das Projekt betragen rund 12,5 Mio. Euro. Die Stadt Hallstadt beteiligt sich mit etwa 4,7 Mio. Euro, und der Freistaat Bayern übernimmt 7,8 Mio. Euro.

In Burgkirchen a.d. Alz wird 900 Meter langer Deich mit Innendichtung angelegt

Neuer Hochwasserschutzanlagen sind auch in Burgkirchen a.d. Alz geplant. Dort sollen künftig die Menschen und rund 200 Häuser mit Spundwänden, Hochwasserschutzwänden und Deichen geschützt werden. Davon profitiere nicht nur der Ortsteil Hirten sondern auch die Unterlieger. Das Wasserwirtschaftsamt Traunstein habe das Konzept zum Schutz des Ortsteiles Hirten der Gemeinde Burgkirchen a.d. Alz entwickelt. Die jetzt abgeschlossene Planung sieht den Schutz vor einem 100-jährlichen Hochwasser vor.

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