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Bayern fördert nachhaltige landwirtschaftliche Bewässerung mit bis zu 40 Mio. Euro

Bayern investiert bis zu 40 Mio. Euro in eine nachhaltige landwirtschaftliche Bewässerung
Landwirtschaftliche Bewässerung.
19.04.2021 − 

Das bayerische Umweltministerium hat ein Pilotprogramm zur nachhaltigen und umweltgerechten Wassergewinnung zur Bewässerung von landwirtschaftlichen Kulturen gestartet. Ziel sei, die Bewässerung in der Fläche bestmöglich sicherzustellen, dabei Wasserressourcen zu schonen und für nachfolgende Generationen zu erhalten, heißt es in einer Mitteilung. Nun stehen die Pilotprojekte fest, die eine Förderung erhalten sollen. Mit insgesamt bis zu 40 Mio. Euro sollen vier Projekte im Spalter Hügelland, in Nordheim, Iphofen und Oberschwarzach unterstützt werden.

Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) wies daraufhin, dass insbesondere in Nordbayern die flächendeckende Wasserversorgung ein großes Thema sei: „Wir brauchen kluge Projekte, um künftig die Bewässerung in der Fläche bestmöglich sicherzustellen und gleichzeitig sorgsam mit der wertvollen Ressource Wasser umzugehen. Wir setzen dabei vor allem auch auf effiziente Bewässerungssysteme und intelligente Wasserspeicher.“

Das Umweltministerium wird die Baukosten der neuen Bewässerungsinfrastruktur zur Hälfte und je Vorhaben mit maximal zehn Mio. Euro fördern. Mit dem Pilotförderprogramm sollen überbetriebliche, nachhaltige und umweltgerechte Bewässerungsinfrastrukturen für landwirtschaftlich, gartenbaulich oder weinbaulich genutzte Gebiete errichtet werden. Für die Bewässerung soll in erster Linie Wasser aus Oberflächengewässern und gespeichertes Niederschlagswasser verwendet werden. Insgesamt haben sich sieben Projekte aus Franken für das Pilotförderprogramm „Investitionsmaßnahmen für Bewässerungsinfrastruktur für Landwirtschaftliche Sonderkulturen, den Gartenbau und für den Weinbau“ beworben. Franken sei besonders von Trockenheit betroffen, dort falle im Vergleich rund ein Drittel weniger Niederschlag als in Südbayern.

Projekte aus unterschiedlichen Kulturformen und Naturräumen

Um möglichst umfangreiche Erfahrungen zur Bewässerung sammeln zu können, wurden Projekte aus unterschiedlichen Kulturformen wie etwa Wein-, Hopfen- oder Obstanbau, aus verschiedenen Naturräumen und unterschiedliche Bewerber wie Kommunen oder Wasserbeschaffungsverbände berücksichtigt, heißt es seitens des Ministeriums. Bei allen Projekten seien nun weitere Schritte seitens der Antragsteller notwendig. Seien alle Gremienbeschlüsse sowie rechtlichen Genehmigungen und Zustimmungen vorliegen und alle förderrechtlichen Vorgaben erfüllt, könne der Antrag auf Zuwendung beim zuständigen Wasserwirtschaftsamt gestellt werden. Nach einem erfolgreichen Abschluss der Pilotprojekte soll die Förderung in eine Regelförderung überführt werden. 

Für die zukünftige Bewässerung der Weinberglagen um Iphofen mit einer Gebietsgröße von 262 Hektar soll Wasser aus dem Main in der abflussstarken Jahreshälfte entnommen, über eine 7,2 km lange Transportleitung nach Iphofen gebracht und in einem Speichersee mit rund 195.000 Kubikmeter nutzbarem Speichervolumen zur Wasserbevorratung zwischengespeichert werden.

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