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BMU: Eintrag von synthetischen Polymeren in Böden auf notwendiges Maß reduzieren

BMU: Eintrag von synthetischen Polymeren in Böden auf notwendiges Maß reduzieren
BMU äußert sich zum Thema Plastik im Klärschlamm
27.04.2020 − 

Es gibt derzeit keine Hinweise, dass die Verwendung von Polyacrylaten im Anwendungsbereich des Düngemittelrechts, z. B. zur Eindickung und Entwässerung von Klärschlamm, nicht vertretbare Auswirkungen auf terrestrische Ökosysteme hat. Aus Vorsorgegründen sollte der Eintrag von synthetischen Polymeren in die Böden jedoch auf ein notwendiges Maß reduziert werden. Das schreibt das Bundesumweltministerium (BMU) in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zum Thema Plastik im Klärschlamm (Drucksache: 19/18446).

Bundesregierung hat keine Zahlen zu Polyacrylat-Mengen aus Klärschlämmen

Der Bundesregierung lägen bislang keine gesicherten Kenntnisse von Mengen und Art zu Einträgen von Polyacrylaten in und auf Böden durch Klärschlamme vor. Demnach seien auch keine gesicherten Aussagen zur quantitativen Entwicklung der Einträge möglich. Aufgrund der zurückgehenden bodenbezogenen Klärschlammverwertung werde die Ausbringung an mit den Klärschlämmen ausgebrachten Polymeren weiter sinken.

Standardisiertes und validiertes Messverfahren noch nicht verfügbar

Um synthetische Polymere in Böden und im Klärschlamm verlässlich überprüfen zu können, brauche es ein standardisiertes und validiertes Messverfahren für den Feststoffbereich, das derzeit noch nicht verfügbar sei. Hierzu habe das Umweltbundesamt Forschungsvorhaben initiiert. Abschließende Ergebnisse für die Analytik von synthetischen Polymeren erwartet die Bundesregierung bis Ende des Jahres 2020.

Inverkehrbringer von Düngemitteln für Einhaltung der düngemittelrechtlichen Vorschriften verantwortlich

Das Ministerium weist darauf hin, dass im Düngemittelrecht grundsätzlich der Inverkehrbringer von Düngemitteln dafür verantwortlich ist, dass die düngerechtlich relevanten Stoffe bei sachgerechter Anwendung die Gesundheit von Menschen und Tieren nicht schädigen, den Naturhaushalt nicht gefährden und die übrigen düngemittelrechtlich vorgeschriebenen Anforderungen an das Inverkehrbringen erfüllen. Deshalb habe die Bundesregierung keine Studien zu den Folgen des Einsatzes von Polyacrylaten in Düngemitteln auf terrestrische Ökosysteme durchgeführt und plane für die Zukunft auch keine.

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