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BSI stellt Lagebericht zur IT-Sicherheit vor: Wasserinfrastruktur gefährdet

BSI stellt Lagebericht zur IT-Sicherheit vor:
Bildquelle: BSI
09.11.2017 − 

Die Wasserinfrastruktur muss besser vor Cyberangriffen geschützt werden. Das geht aus dem Bericht des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2017 hervor, den Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und BSI-Präsident Arne Schönbohm gestern in Berlin vorgestellt haben. Der Lagebericht der nationalen Cyber-Sicherheitsbehörde zeigt auf, dass auch Wasserwerke im letzten Jahr Ziele von Hackerangriffen waren.

Die Gefährdungslage im Berichtszeitraum Juli 2016 bis Juni 2017 ist weiterhin auf hohem Niveau angespannt, erklärte das BSI. „Als nationale Cyber-Sicherheitsbehörde haben wir Lösungsansätze entwickelt und Maßnahmen getroffen, mit denen die Cyber-Sicherheit in Deutschland verbessert wird. Wichtige Grundlage dafür sind zum einen das in der letzten Legislaturperiode verabschiedete IT-Sicherheitsgesetz und die Cyber-Sicherheitsstrategie der Bundesregierung. Zum anderen ist dies die gewachsene Kompetenz des BSI auf dem Gebiet der Informationstechnik“, so Schönbohm.

Kritische Infrastrukturen mit einer hohen Bedeutung für das Gemeinwesen, sind laut BSI Angriffen aus dem Internet ausgesetzt. Ihre Systeme und Dienstleistungen, wie die Versorgung mit Wasser oder Wärme, ihre Infrastruktur und Logistik seien immer stärker von einer reibungslos funktionierenden Informationstechnik abhängig. Eine Störung, Beeinträchtigung oder gar ein Ausfall durch einen Cyber-Angriff oder IT-Sicherheitsvorfall kann zu nachhaltig wirkenden Versorgungsengpässen, erheblichen Störungen der öffentlichen Sicherheit oder anderen dramatischen Folgen führen.

Im vergangenen Jahr ist es dem BSI zufolge zu akuten Gefährdungssituationen im Bereich Wasser gekommen, als sich Hacker Zugriff auf die Steuerungssysteme von Wasserwerken verschafften. Laut BSI  wurden in den Wasserwerken Human Machine Interfaces, also Benutzerschnittstellen, eingesetzt. So sei mindestens ein lesender Zugriff aus dem Internet möglich gewesen. Weitere Zugriffe bis hin zu einer Steuerung von außen könnten nicht ausgeschlossen werden.

Die Betreiber der Wasserwerke wurden den Angaben zufolge durch das BSI unmittelbar kontaktiert und auf den Sachverhalt aufmerksam gemacht. Die Erreichbarkeit ihrer Systeme aus dem Internet sei den Betreiber nicht bewusst gewesen. Sie hätten jedoch sehr kooperativ reagiert und die offenen Zugänge kurzfristig geschlossen. Bei einer später durch das BSI durchgeführten Nachprüfung waren die Anlagen öffentlich nicht mehr erreichbar, hieß es.

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