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BUND Brandenburg: Sulfatbelastung der Spree könnte sich durch Wassermangel verstärken

BUND Brandenburg: Sulfatbelastung der Spree könnte sich durch Wassermangel verstärken
Trockenes Flussbett.
08.05.2020 − 

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Brandenburg warnt vor den Folgen des Wassermangels für die Sulfatbelastung der Spree. Wie der Landesverband in einer Mitteilung schreibt, stehe in diesem Sommer mit sieben Millionen Kubikmetern nur etwa ein Drittel des Wassers aus den sächsischen Talsperren und Speichern zur Verfügung, um die Gewässer der Lausitz zu stützen.

Die Niederschläge im Winter hätten nicht ausgereicht, um die Speicher ausreichend zu füllen, zitiert der BUND Brandenburg Landesumweltminister Axel Vogel (Grüne).

Nach Angaben des BUND-Landesverbandes wurde in den vergangenen Dürresommern jeweils die eigentlich vertraglich vereinbarte Menge von 20 Millionen Kubikmetern aus Sachsen benötigt, um den Abfluss der Spree zu gewährleisten. Dieser sank auf ein Minimum und bestand zeitweise über bis zu drei Vierteln aus gehobenem Grubenwasser aus den Braunkohletagebauen. Problematisch sei, dass dieses so genannte Sümpfungswasser große Mengen Sulfat enthalte und daher die Trinkwassergewinnung aus der Spree gefährden könnte, wenn nicht genug Wasser aus den Speichern beigemischt werde.

„Sollte das dritte Dürrejahr in Folge auftreten, dann stoßen die bisherigen Gegenmaßnahmen für die Sulfatbelastung – meist Verdünnung – an ihre Grenzen. Wir brauchen dringend Sulfat-Grenzwerte für das aus den aktiven LEAG-Tagebauen eingeleitete Wasser. Spätestens in den nächsten wasserrechtlichen Genehmigungen ab 2022 müssen diese verbindlich festgelegt werden. Aber auch jetzt müssen schon Vorgaben gemacht werden“, fordert die Vorsitzende des BUND Brandenburg Franziska Sperfeld.

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