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BUND: Erste Zahlen aus Nitratbericht 2020 zeigen dringenden Handlungsbedarf auf

BUND: Erste Zahlen aus Nitratbericht 2020 zeigen dringenden Handlungsbedarf auf
Düngen ©countrypixel - Fotolia
03.07.2020 − 

Nach dem Bekanntwerden erster Zahlen des deutschen Nitratberichts 2020 hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die zügige Einführung strengerer Regeln gefordert. Aus dem Nitratbericht 2020, den das Bundesumweltministerium (BMU) der EU-Kommission zum 30. Juni vorlegen musste, geht nach ersten Informationen hervor, dass nur eine geringe Anzahl von Messstellen eine geringere Belastung als die 50 mg Nitrat pro Liter gegenüber dem vorherigen Berichtszeitraum vorweise.

Die Anzahl der Messstellen, die 40 bis 50 mg Nitrat pro Liter nachweisen, sei sogar noch gestiegen. Diese Messstellen liegen somit nur knapp unter dem Grundwassergrenzwert der EU-Nitratrichtlinie.

Es müsse endlich eine strenge Düngeverordnung umgesetzt werden, damit Grund- und Oberflächengewässer vor Nährstoffeinträgen geschützt werden, sagte Matthias Meißner, Abteilungsleiter Biodiversität beim BUND.

DBV: Änderungen zeigen sich erst allmählich

Der stellvertretende Generalsekretär des Deutschen Bauernverbands (DBV), Udo Hemmerling, hat die Ergebnisse des Nitratberichts 2020 dagegen "tendenziell positiv" bewertet: Der Bericht 2020 zeige, dass die Nitratwerte im Grundwasser sinken und damit die Richtung beim Gewässerschutz stimmt. Deutschlandweit überschreiten knapp 17 Prozent der Messstellen die von der Nitratrichtlinie geforderten 50 mg/l, ein Rückgang um rund einen Prozentpunkt gegenüber dem letzten Nitratbericht. Damit werde aber auch deutlich, dass sich Änderungen aufgrund der langen Dauer der Grundwasserneubildung erst allmählich zeigen.

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