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BUND fordert Zeitvorgaben beim Verbot von Mikroplastik

BUND fordert konkrete Zeitvorgaben beim Verbot von Mikroplastik
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19.02.2019 − 

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Bundesratsinitiative von Hamburg und Thüringen begrüßt, die unter anderem ein Verbot von Mikroplastik in Reinigungs-, Hygiene- und Kosmetikprodukten fordert. Allerdings müsse die Initiative mit einer konkreten Zeitvorgabe bis Januar 2021 verknüpft werden, heißt es in einer Mitteilung des BUND.

Der Eintrag von Mikroplastik und anderen schwer abbaubaren Polymeren in Flüsse und Meere müsse umgehend reduziert werden. Bei dem Entschließungsantrag, der Mitte Februar in den Bundesrat eingebracht worden ist (EUWID 08.2019), handle es sich aber lediglich um einen Auftrag an die Bundesregierung, ein Verbot zu prüfen, gibt der Umweltverband zu bedenken. Auch fehlten konkrete Zeitangaben, bis wann die Prüfung abgeschlossen sein soll. Außerdem seien rechtliche Vorgaben für bessere Filter in Kläranlagen notwendig, die auch Mikroplastik aus Abwässern entfernen können.

"Weniger Reifenabrieb durch Geschwindigkeitsbegrenzung"

Der BUND fordert neben einem Verbot von Mikroplastik und gelartige und flüssige Kunststoffe in Kosmetika auch ordnungspolitische Vorgaben in anderen Bereichen: So stelle etwa der Eintrag aus dem Reifenabtrieb ein großes Problem dar. Der BUND verweist auf Angaben des Umweltbundesamts (UBA), nach denen in Deutschland zwischen 60.000 bis 110.00 Tonnen Mikroplastik pro Jahr allein durch den Reifenabrieb in die Umwelt gelangen.

Daher müssten dringend Vorgaben für die Reifenherstellung und eine entsprechenden Kennzeichnung der Langlebigkeit von Autoreifen eingeführt werden. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf deutschen Autobahnen würde zudem helfen, den Abrieb einzudämmen. 

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