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BUND fordert verbindlichen „Wasserpakt“ für Politikkohärenz im Bereich Wasser

BUND fordert verbindlichen „Wasserpakt“ für Politikkohärenz im Bereich Wasser
Bildquelle: daniel180672 - Fotolia
08.08.2018 − 

Einen verbindlichen „Wasserpakt“ für eine ressortübergreifende Politikkohärenz im Bereich Wasser hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gefordert. Alle Verursacher – insbesondere die Sektoren Energie, industrielle Landwirtschaft, Verkehr, Industrie und Bauen – müssten endlich aktiven Gewässerschutz betreiben, um zu erreichen, dass Flüsse, Seen, Küstengebiete sowie Grundwasser die EU-Qualitätsziele bis 2027 erfüllen, heißt es in dem „Klima-Nothilfeplan“, den der BUND heute vorgestellt hat.

Denn Überdüngung aus der industriellen Landwirtschaft und die Verbauung von Flüssen seien Ursachen für die Eutrophierung von Seen und Meeren, welche durch die Klimakrise noch verschärft werde, heißt es in dem Papier.

Angesichts des aktuellen Fischsterbens, das mittlerweile die Artenvielfalt in der Elbe, im Rhein und in zahlreichen Seen und Flüssen in Nord- und Südwestdeutschland bedrohe, fordert der BUND einen Stopp und die Rücknahme von Ausnahmegenehmigungen zur Einleitung von warmem Kühlwasser in aktuell ohnehin schon überhitze Flüsse (siehe Artikel „Rheinland-Pfalz: Nutzung von Flusswasser  zur Kühlung muss gedrosselt werden“ in dieser Ausgabe).

Warnung vor weiterem Abfall des Sauerstoffgehalts

Obwohl die Flüsse aktuell schon stark überhitzt seien, hätten Kraftwerke und Industrieanlagen Ausnahmegenehmigungen erhalten, um ihr warmes Kühlwasser einzuleiten. Das könnte nach Auffassung des BUND ein Fischsterben großen Ausmaßes zur Folge haben. Schon unterhalb von 28 Grad Wassertemperatur müssten die Landesregierungen Einleitungen drosseln, da empfindliche Fischarten wie Äschen und Forellen leiden und Wanderfische wie der Lachs nicht mehr zu ihren Laichgründen aufsteigen.

 

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