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BUND: Landesregierung in NRW ignoriert Gefahr für das Grundwasser durch undichte Kanäle

BUND: Landesregierung in NRW ignoriert Gefahr für das Grundwasser durch undichte Kanäle
© Gina Sanders - stock.adobe.com
17.12.2019 − 

Der nordrhein-westfälische Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat heftige Kritik an der Entscheidung der NRW-Landesregierung geübt, die Dichtheitsprüfungen von privaten Kanälen abzuschaffen. Es sei schon lange klar, dass nicht nur industrielle und landwirtschaftliche Einleitungen Grundwasser und Trinkwasservorräte gefährdeten, sondern auch undichte private Kanäle, sagte der BUND-Abwasserexperte Manfred Dümmer. Ein erheblicher Teil der privaten Kanäle sei undicht. Wer die Dichtheitsprüfung abschaffe, nehme damit weitere Grundwasserschädigungen in Kauf.

40 Prozent der Wohngebäude in NRW seien älter als 50 Jahre und deren Hausanschlüsse seien noch nie geprüft worden.  Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) habe ermittelt, dass über 70 Prozent der privaten Kanäle undicht sind.

"Kommunale Dichtheitsprüfungen bestätigen das Ausmaß des Problems"

Erste kommunale Dichtheitsprüfungen hätten das Ausmaß des Problems bestätigt. So führten etwa die Städte Herne, Lünen, Coesfeld, Schwalmtal, Schwerte und Köln Dichtheitsprüfungen durch. Dabei wurden Schadensquoten von circa 70 Prozent festgestellt.  Für 35 Prozent der privaten Kanäle wurde ein kurzfristiger Sanierungsbedarf  ermittelt.

„Bedenkt man, dass zum Beispiel in der Stadt Bielefeld die Kanalstrecke fast 1.000 km beträgt, wird die Dimension klar“, sagte Dümmer. Wenn die Landesregierung jetzt plane, die Prüfung auf „begründete Verdachtsfälle“ zu beschränken, würde man erst tätig, wenn der Schadensfall schon eingetreten ist. Mit Vorsorge habe dies nichts mehr zu tun.

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