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Bundesrat: Arzneimitteleinträge in Gewässer vermeiden

Bundesrat: Arzneimitteleinträge in Gewässer vermeiden
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01.07.2019 − 

Der Bundesrat hat sich für mehr Gewässerschutz und die Verringerung von Arzneimitteleinträgen in Gewässer ausgesprochen. In einer Stellungnahme zur europäischen Arzneimittelstrategie heißt es, dass die Länderkammer es mit Sorge sehe, dass zunehmend Gewässernutzer, insbesondere öffentliche Trinkwasserversorger, das Grund- oder Oberflächenwasser aufgrund von erhöhten Rückständen von chemischen Produkten wie Pflanzenschutzmitteln und auch Arzneimitteln nicht unmittelbar verwenden können (Drucksache 115/19 (Beschluss). Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) hat dies begrüßt.

Für die Vermeidung von Einträgen müsse eine ganzheitliche Strategie erarbeitet werden - zur Sicherung einer gesundheitlich unbedenklichen Trinkwasserversorgung. Der Bundesrat sieht hierbei auch die Hersteller in der Verantwortung. Durch eine Verunreinigung von Gewässern und Grundwasser durch Arzneien entstünden Kosten, die von der Allgemeinheit getragen werden müssen. Deshalb müssten diese Kosten verursachergerecht angelastet werden.

Der VKU bewertete dies positiv - es müsse eine konsequente Vermeidung und Reduktion von Spurenstoffen wie Arzneimitteln geben. „Die Problematik, Arzneimittel im Wasserkreislauf zu reduzieren, muss an der Wurzel angegangen werden - beim Verursacher der Einträge. Alles, was dort vermindert werden kann, muss später nicht mehr aufwändig herausgefiltert werden. Zudem können nicht alle Stoffe mit der derzeitigen Aufbereitungstechnik wieder aus dem Wasser entfernt werden. Sogenannte End-of-Pipe-Maßnahmen dürfen kein Freifahrtschein für mehr Einträge in die Umwelt werden: Umwelt- und Gewässerschutz sind nicht allein Aufgabe der Wasserver- und Abwasserentsorger“, so VKU-Vizepräsident Karsten Specht.

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