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Bundesrats-Ausschüsse fordern Verbot der letzten Bleileitungen

Bundesrats-Ausschüsse fordern Verbot der letzten Bleileitungen
Bildquelle: Umweltministerium Bayern
04.12.2017 − 

Die Bundesregierung soll bei der nächsten Änderung der Trinkwasserverordnung ein vollständiges Verbot der noch verbliebenen Bleileitungen prüfen. Das haben die Bundesratsausschüsse für Gesundheit, für Landwirtschaft und für Umwelt am Freitag in einer Entschließung gefordert, die Bestandteil ihrer Empfehlungen zur aktuell geplanten Änderung der Trinkwasserverordnung ist. Eine entsprechende an die Bundesregierung gerichtete Entschließung sollte das Plenum der Länderkammer fassen. 

  Obwohl es in den letzten Jahrzehnten zu einer deutlichen Absenkung des Grenzwertes für Blei im Trinkwasser gekommen sei, sei immer noch eine relevante Anzahl an Bleileitungen in Betrieb. Es ist nach Auffassung der Ausschüsse anzunehmen, dass dabei zumeist der Trinkwassergrenzwert nicht sicher eingehalten wird und eine vermeidbare Kontamination des Trinkwassers mit Blei erfolgt. Dem entsprechend würden bei Untersuchungen weiterhin erhöhte Konzentrationen von Blei im Trinkwasser festgestellt. Auch die Gesundheitsämter berichteten von zahlreichen Verbraucherbeschwerden über erhöhte Blei-Werte im Trinkwasser. Dabei sei er rechtlich sichere und reproduzierbare Nachweis einer Grenzwertüberschreitung schwierig, teuer und für den Verbraucher meist schwer zu erbringen. Den Gesundheitsämtern obliege es dann, eine normgerechte Beprobung und Abhilfemaßnahmen anzuordnen.

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