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Corona-Pandemie: Forscher empfehlen gezielte Überwachung des Abwasserpfads

Corona-Pandemie: Forscher empfehlen gezielte Überwachung des Abwasserpfads
Abwasserdesinfektion könnte das Virus eindämmen.
01.09.2020 − 

Der Abwasserpfad sollte im Hinblick auf die Verbreitung des Corona-Virus gezielt überwacht und kontrolliert werden. Das empfehlen unter anderem Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Obwohl SARS-CoV-2 bereits im Abwasser nachgewiesen wurde, seien die Verbreitungs- und Übertragungsrisiken über diesen Weg unklar. Deshalb hätten die Forscher das Potenzial dieser Risiken dargestellt, teilte das KIT mit. Die Ergebnisse der internationalen Studie seien in „Nature Sustainability“ veröffentlicht worden.

"Viren könnten mehrere Tage lang im Abasser verbleiben"

"Übereinstimmende Erkenntnisse aus der aktuellen Pandemie, früheren Ausbrüchen durch andere SARS-CoV-Erreger und kontrollierten Experimenten deuten darauf hin, dass die Viren mehrere Tage lang im Abwasser verbleiben", sagte Harald Horn vom Engler-Bunte-Institut für Wasserchemie und Wassertechnologie des KIT. Somit könnten sie zum potenziellen Gesundheitsrisiko werden. Das Risiko verstärke sich in Regionen mit hoher Bevölkerungsdichte und schlechter Sanitär- und Wasserinfrastruktur.

Konventionelle Abwasserbehandlung entfernt SARS-CoV-Erreger nur teilweise

Die konventionelle Abwasserbehandlung entferne die SARS-CoV-Erreger nur teilweise, eine sichere Beseitigung hänge aber von der Wirksamkeit der abschließenden Desinfektion ab. "Das bedeutet, dass die Abwassereinleitung und -wiederverwendung ohne vorherige Desinfektion ein potenzieller Übertragungsweg für SARS-CoV-2 sein könnte", so Horn. Die Wissenschaftler empfehlen daher als eine Komponente zur Eindämmung der Corona-Pandemie eine Risikobewertung und ein einheitliches Risikomanagement, das auch die Desinfektion von Abwässern beinhalten kann, so das KIT.

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