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Denitrifikation in Gewässern und Kläranlagen von essentieller Bedeutung

Denitrifikation in Gewässern und
Kläranlage ©Peter de Kievith - Fotolia
03.06.2020 − 

Auf die „essentielle Bedeutung“ der Denitrifikation in Gewässern, Böden und Kläranlagen weist ein Bericht des Umweltbundesamtes (UBA) hin: Die Reduktion von NO3 zu N2 sei der einzige Prozess innerhalb der Biosphäre, mit dem reaktiver Stickstoff wieder in die molekulare Form überführt, das heißt „entsorgt“ wird, heißt es in dem Bericht „Reaktive Stickstoffflüsse in Deutschland 2010-2014“, den das UBA aktuell veröffentlicht  hat.

Es sei erstaunlich, dass zur Intensität und den Einflussfaktoren der Denitrifikation im Untergrund, also in Boden und im Grundwasser, in Oberflächengewässern sowie in der Abfall- und Abwasserentsorgung nur relativ wenige Untersuchungen vorliegen. Fachleute der Wasserwirtschaft in Deutschland wiesen regelmäßig darauf hin, dass der Kenntnisstand völlig unzureichend ist, wie groß das Denitrifikationspotenzial in der ungesättigten Zone und im Grundwasser sich regional in Deutschland darstellt, und ob auch auf längere Sicht mit einem Nitratabbau im Untergrund in der bisherigen Größenordnung gerechnet werden kann.

1,1 Millionen Tonnen Stickstoff denitrifiziert

Dem Bericht zufolge werden in Gewässern, Böden und Kläranlagen 1,1 Millionen Tonnen Stickstoff pro Jahr denitrifiziert. Über die Atmosphäre und den Gewässerabfluss exportiere Deutschland netto 745.000 Stickstoff in seine Nachbarländer und in die Küstenmeere.

Die Bedeutung der Denitrifikation wird noch zusätzlich unterstrichen, wenn der Abbau der N-Bodenvorräte in landwirtschaftlich genutzten Böden von geschätzt 500.000 Tonnen Stickstoff pro Jahr mitberücksichtigt würde. Aufgrund der großen Unsicherheit werde dieser Wert jedoch nicht als N-Fluss in die Bilanzierung einbezogen.

Von den gesamten N-Einträgen in das Gewässersystem von 1,167 Millionen Tonnen Stickstoff entfallen 857.000 Tonnen auf die Nitratauswaschung, von der fast 90 Prozent aus der Landwirtschaft stammen, heißt es in dem Bericht. Im Bereich der Abwasserentsorgung würden rund 500.000 N umgesetzt, wobei der N-Zufluss mit Schmutzwasser nur geschätzt werden könne.        

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