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Dikegulac-Konzentration im Hessischen Ried werden über die Jahre immer weiter abnehmen

Dikegulac-Konzentration im Hessischen Ried werden über die Jahre immer weiter abnehmen
Symbolbild Landwirtschaft.
26.03.2021 − 

Die Ergebnisse einer über mehrere Monate laufenden Modellierung zur Dikegulac-Konzentration im Grundwasser des Hessischen Rieds liegen jetzt vor. Wie es in einer Mitteilung des Landesumweltministeriums heißt, liegen die Konzentrationen an keiner Stelle über dem Trinkwasserleitwert von 1.000 Mikrogramm/l. Sie werden demnach außerdem über die Jahre immer weiter abnehmen.

Trotzdem könne es bei einigen Brunnen, die von der Landwirtschaft für die Bewässerung der Felder genutzt werden, zu einer Überschreitung des Vorsorgewertes von 50 Mikrogramm/l kommen. „Zur Einhaltung des Minimierungsgebotes, sollte bei diesem Wert das Grundwasser nicht unmittelbar für die Bewässerung beim Lebensmittelanbau oder zum Tränken von Tieren verwendet werden“, erklärte Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) jetzt in Wiesbaden.

Nach Angaben des Ministeriums wurde Ende des Jahres 2018 eine Dikegulac-Belastung in Spinat bei einem landwirtschaftlichen Betrieb im Kreis Groß-Gerau festgestellt. Im Folgenden führte das Umweltministerium ein Messprogramm zu Dikegulac durch. In keiner der untersuchten Grundwasserproben wurde der Leitwert für Trinkwasser (1.000 Mikrogramm/l) überschritten. Der Vorsorgewert (50 Mikrogramm/l) wurde in fünf der insgesamt 45 untersuchten Grundwasserproben überschritten.

Aktuell noch etwa 94 Tonnen im Grundwasser

Um die Entwicklung der Dikegulac-Konzentrationen im Grundwasser auch für die Zukunft abschätzen zu können, hat das Land zusätzlich die nun vorliegende Modellierung beauftragt. Dafür wurde in einem ca. 190 km² großen Teilgebiet des Hessischen Rieds die Grundwasserströme genau untersucht. Von den insgesamt seit den 1940er Jahren über das Abwasser emittierten 7.600 Tonnen Dikegulac, befinden sich aktuell noch etwa 94 Tonnen im Grundwasser, die sich über die Jahre weiter verdünnen werden. Aufgrund der Trockenheit der letzten Jahre wird davon ausgegangen, dass nur eine langsame Verdünnung stattfinden wird. Die Dikegulac-Konzentration im Grundwasser werde bis zum Jahr 2050 etwa einen km weiter in Grundwasserfließrichtung abströmen, heißt es.

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