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Düngemittelhersteller K+S will Versenkung von Salzabwasser bis Ende 2021 einstellen

Düngemittelhersteller K+S will Versenkung von Salzabwasser bis Ende 2021 einstellen
Bildquelle: K+S
11.10.2017 − 

Der Düngemittelhersteller K+S wird die Versenkung von salzhaltigem Prozessabwasser aus der Kali-Produktion in Deutschland bis Ende 2021 einstellen. Das teilte das Unternehmen am Montag in Kassel mit. Einen Antrag auf Erneuerung der Versenkerlaubnis werde K+S nicht stellen.

Das Unternehmen gebe ein klares Bekenntnis zur Nachhaltigkeit ab und setzt sich ambitionierte Ziele, u. a. in den Bereichen Reduzierung von Salzabwässern und Arbeitssicherheit, hieß es. Dabei nannte K+S noch keine Details. Die Nachhaltigkeitsziele von K+S seien aber definiert und würden im Laufe des Jahres 2018 mit konkreten und messbaren Kennzahlen hinterlegt, um Fortschritte und Ergebnisse transparent zu machen.

Unterdessen ist das hessische Raumordnungsverfahren an der Oberweser für die geplante Pipeline als alternativer Entsorgungsweg für Salzabwässer auf die Kritik des Landes Niedersachsen gestoßen. Im Hinblick auf das Raumordnungsverfahren des Regierungspräsidiums Kassel für eine Fernleitung von K+S zur Oberweser erklärte Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) am Dienstag vergangener Woche, dass das Land den Planungen des Unternehmens deutlich widersprochen habe. Die von der K+S vorgelegten Unterlagen gingen in einer von dem Unternehmen bevorzugten Alternative erneut von einer Rohrleitung mit einem unbegrenzten Durchsatz aus. Dies widerspreche der für die Behörden verbindlichen Entscheidung des Weserrates, sagte Wenzel.

Mit dem jetzigen Vorgehen lasse K+S Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Absicht, die Abwässer zu minimieren, aufkommen. „Ich erwarte, dass das Regierungspräsidium in Kassel eine derartige Vorratshaltung des Unternehmens als nicht genehmigungsfähig erkennt und dass die Lenkungswirkung des Weserratsbeschlusses beachtet wird“, sagte der Minister.

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