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DVGW für vollständige Stoffstrombilanz in der novellierten Düngeverordnung

DVGW für vollständige Stoffstrombilanz  in der novellierten Düngeverordnung
© Schlierner - stock.adobe.com
29.01.2020 − 

Der vorliegende Referentenentwurf zur Düngeverordnung (DüV) enthält nach Auffassung des DVGW zwar wichtige, aber zur Erfüllung der mit der Nitratrichtlinie verbundenen Verpflichtungen keinesfalls ausreichende Änderungen. Dieses Résumé hat der DVGW anlässlich der Vorlage seiner Stellungnahme zu dem Referentenentwurf (EUWID 1_2.2020) im Januar gezogen.

Die zentrale Forderung des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches ist es dabei, den Nährstoffvergleich durch eine vollständige Hoftor- bzw. Stoffstrombilanz zu ersetzen.

Der DVGW fordert weitergehende Anforderungen und Maßnahmen, die nach seiner Auffassung erforderlich sind, um die Umweltziele der Nitratrichtlinie zu erreichen und die dafür notwendige Sanierung bereits stark nitratbelasteter Gebiete durchzuführen. Gleichzeitig müssten die Voraussetzungen für einen wirkungsvollen Vollzug der Regelungen des Düngerechts und die Sanktionierung von Verstößen, insbesondere auch gegen unzulässige Nährstoffüberschüsse und überhöhte Düngemengen, geschaffen werden.

"Regelungen der StoffBilV reichen nicht aus"

Als Hauptschwachpunkt des vorliegenden Entwurfs kritisiert der DVGW – ebenso wie bereits die DWA – die ersatzlose Streichung des Nährstoffvergleichs, wodurch keine flächenbezogene Nährstoffbilanzierung mehr möglich sei und den Behörden eine zentrale Kontrollmöglichkeit genommen werde. Die weiterhin geltenden Regelungen in der Stoffstrombilanzverordnung (StoffBilV; EUWID 28.2017) reichen nach Auffassung des Vereins als Ersatz keinesfalls aus, da sie rein betriebszogen sind und sehr hohe Bilanzüberschüsse zulassen. Mindestens in den ausgewiesenen nitratbelasteten Gebieten sei eine Einzelflächen- bzw. Schlagbilanz zwingend erforderlich, heißt es in der Stellungnahme.

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